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Neuerscheinung: »Heinrich Graf von Brühl (1700–1763). Bauherr und Mäzen«, Arbeitsheft 29 des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen (LfD)

07.04.2020, 16:51 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Frontansicht Arbeitsheft 29

Die Abbildung ist für Veröffentlichungen in diesem Zusammenhang rechtefrei und unter Angabe der Quelle verwendbar: Dresden, Brühlscher Garten, Belvedere, um 1749, Zeichnung von Johann Christoph Knöffel (Quelle: LfD Sachsen)

Die Abbildung ist für Veröffentlichungen in diesem Zusammenhang rechtefrei und unter Angabe der Quelle verwendbar: Dresden, Brühlscher Garten, Belvedere, um 1749, Zeichnung von Johann Christoph Knöffel (Quelle: LfD Sachsen)

Das neue Arbeitsheft des LfD widmet sich Heinrich Graf von Brühl in seinen Funktionen als Bauherr und als Mäzen.
Nicht nur die Bautätigkeit und Sammelleidenschaft zweier Herrscher im 18. Jahrhundert – Augusts des Starken und seines Sohnes Friedrich August II. – prägte das Bild der damaligen Residenzstadt Dresden und des Landes. Sichtbare Zeichen setzten auch Persönlichkeiten wie der 1746 zum Premierminister ernannte Heinrich Graf von Brühl, dessen Erbe bis heute gegenwärtig ist. So unterschiedlich sein Wirken insgesamt beurteilt wurde, hat er zweifellos die sächsische Kunstlandschaft – als Leiter der kurfürstlich-königlichen Sammlungen, als Oberdirektor der Meißener Porzellanmanufaktur und als Generalintendant der Dresdner Hofoper – entscheidend bereichert.
Zudem förderte er die Baukunst durch zahlreiche Aufträge, die einige der bedeutendsten Palais- und Schlossbauten sowie Gartenanlagen Kursachsens entstehen ließen. Dazu zählen in Dresden repräsentative Anlagen, die häufig Schauplatz politischer Empfänge und großartiger Festlichkeiten waren, wie das Ensemble der Brühlschen Terrasse mit dem Brühlschen Palais in der Augustusstraße und seinem daran anschließenden Garten – samt dem darin befindlichen Pavillon, der Brühlschen Gemäldegalerie und Bibliothek, dem Belvedere und dem Theater – sowie der vor den Mauern der Stadt gelegene Friedrichstädter Garten mit dem vielbeachteten Neptunbrunnen. Auch außerhalb Dresdens, im ganzen Land verteilt, besaß Brühl eine Vielzahl von Gütern, etwa die Schlösser Nischwitz bei Wurzen, Oberlichtenau bei Pulsnitz oder Pförten/Brody im heute polnischen Teil der Niederlausitz. Sie dienten als Ausflugsquartiere und als Herberge für ihn selbst und oft auch für den König, da sie vielerorts an den wichtigen Reiserouten lagen. Unter der Leitung des sächsischen Oberlandbaumeisters Johann Christoph Knöffel ließ Brühl sie aus- oder umbauen und auf das Prächtigste ausgestalten und ausstatten. Mit diesen privaten Aufträgen avancierte Brühl zur zentralen Figur des sächsischen Mäzenatentums seiner Zeit.

Das vorliegende, reich illustrierte Arbeitsheft präsentiert erstmals den Gesamtbestand von Architekturzeichnungen der wichtigsten Bauprojekte Brühls aus der wissenschaftlichen Plansammlung des LfD. Begleitet wird der Katalog von Texten zu den Bauten mit zum Teil erstmals publizierten historischen Fotografien.

Die Publikation ist ab 7. April 2020 erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Verlag.

Heinrich Graf von Brühl (1700–1763). Bauherr und Mäzen
Arbeitsheft 29 des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen
Altenburg 2020
Herausgeber: Landesamt für Denkmalpflege Sachsen
ISBN 978-3-95755-048-4,
336 Seiten, 374 meist farbige Abbildungen, Beilage: 4 Tafeln (Übersichtskarten etc.)
15,00 €, Erscheinungsdatum: 7. April 2020

E. Reinhold Verlag
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