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Sächsische Opferbeauftragte trifft sich mit Vertreterinnen der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer

29.07.2020, 16:43 Uhr — 1. Korrektur (aktuell)

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Iris Kloppich im Gespräch mit Dr. Sabine Ahrens-Eiper und Dr. Andrea Walter von der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer (© Birgit Roth)

Iris Kloppich berät sich mit Vertreterinnen der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer zur besseren Einbeziehung und Vernetzung im Hilfesystem.

Iris Kloppich berät sich mit Vertreterinnen der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer zur besseren Einbeziehung und Vernetzung im Hilfesystem.

Treffen der Sächsischen Opferbeauftragten mit Vertreterinnen der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer
Iris Kloppich, die Opferbeauftragte der Sächsischen Staatsregierung und Vorstandsmitglied der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer (OPK) Dr. Sabine Ahrens-Eipper sowie Dr. Andrea Walter, stellvertretende Geschäftsführerin haben sich gestern zu einem Austausch im Sächsischen Sozialministerium getroffen.
Die Sächsische Opferbeauftragte ist vor allem bei Terroranschlägen oder anderen Großschadensereignissen vertrauensvolle Ansprechpartnerin und Lotsin für Opfer und Betroffene.
Die OPK ist die berufsständische Vertretung der rund 5.300 psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in den fünf neuen Bundesländern mit Sitz in Leipzig. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sind an verschiedenen Stellen für Menschen da - etwa in der ambulanten Versorgung, in Krankenhäusern und Tageskliniken sowie in Beratungsstellen. Bereits seit 2010 bietet die OPK für ihre Mitglieder eine traumaspezifische curriculare Fortbildung an, die auf große Resonanz stößt. In einem Großschadensfall stehen Psychotherapeutinnen und -therapeuten für die Akutversorgung und die mittelfristige psychotherapeutische Versorgung von Opfern und weiteren Betroffenen bereit.
Im Gespräch haben Iris Kloppich, Dr. Ahrens-Eipper und Dr. Walter Hilfestrukturen der psychosozialen Notfallversorgung in Sachsen diskutiert. »Alle Akteure der psychosozialen Versorgung an einen Tisch zu bekommen ist wichtig« so Dr. Sabine Ahrens-Eipper und Iris Kloppich ergänzt: »Vernetzt zu arbeiten und in Verbindung zu sein sind unverzichtbare Voraussetzungen dafür, dass die Zusammenarbeit in einem Schadensfall funktioniert«.
In der Akutphase eines großen Schadensereignisses ist die frühzeitige Information und Einbindung von Psychotherapeuten erforderlich, um Behandlungsbedarfe zu prüfen. Frühe Interventionen sind die beste Sekundärprävention zur Verhinderung psychischer Erkrankungen in Folge traumatischer Erfahrungen.
Einig waren die Gesprächspartnerinnen, dass neben der Vernetzungsarbeit die kontinuierliche Fortbildung der Akteure und die Vermittlung von Wissen über Traumata und ihre Folgen notwendig sind, um für Notfälle vorbereitet zu sein.
Zum Abschluss des Gespräches haben Iris Kloppich und die Vertreterinnen der OPK ihre zukünftige Zusammenarbeit besprochen - eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung wird angestrebt.


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