Hauptinhalt

Wort gehalten: Sächsisches Bildungsticket kommt

18.01.2021, 10:45 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Ab dem Schuljahr 2021/2022 soll Bus und Bahn fahren für alle Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen und für alle Schülerinnen und Schüler an berufsbildenden Schulen, die keine duale Ausbildung absolvieren, im Freistaat Sachsen deutlich günstiger werden. Mit finanzieller Unterstützung des Freistaates Sachsen wollen die sächsischen Landkreise und Kreisfreien Städte das »Bildungsticket Sachsen« einführen.

Für maximal 15 EUR im Monat können die Schülerinnen und Schüler das Bildungsticket verbundweit, ganzjährig und ganztägig in allen Verkehrsmitteln des ÖPNV nutzen. In Abstimmung mit den Landkreisen und Kreisfreien Städten konnten jetzt die nötigen Grundlagen hierfür vereinbart werden. Damit wird es ein einfaches, transparentes und einheitliches System für alle Schüler geben.

Verkehrsminister Martin Dulig: »Ich freue mich sehr, dass uns gemeinsam der Durchbruch gelungen ist und wir uns darauf verständigen konnten, zum kommenden Schuljahr das Bildungsticket im Freistaat einzuführen. Mit der Einigung halten wir unser Versprechen, dass wir die Bürgerinnen und Bürgern mit schulpflichtigen Kindern weiter unterstützen und spürbar entlasten wollen. Mit dem Bildungsticket ermöglichen wir nunmehr allen Schülerinnen und Schülern im Freistaat Sachsen eine eigenständige und umweltgerechte, über die eigenen Landkreis- oder Stadtgrenzen hinausgehende verbundweite Mobilität. Damit leisten wir auch einen wichtigen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit. Ich danke den Landräten und Oberbürgermeistern der Kreisfreien Städte, dass es uns gemeinsam gelungen ist, dieses preisgünstige Ticket nun einführen zu können.«
Das Ticket ist in allen sächsischen Nahverkehrsräumen ganztägig und ganzjährig gültig. Es wird maximal 15 EUR pro Monat kosten und im Abo erhältlich sein. Der Berechtigtenkreis umfasst alle Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen sowie alle Schülerinnen und Schüler an berufsbildenden Schulen, die keine duale Ausbildung absolvieren.

Bis zur geplanten Umsetzung zum Schuljahresbeginn 2021/2022 sind jedoch noch einige Voraussetzungen zu bewerkstelligen. Auf Seiten des Freistaates bedarf es u.a. der Anpassung des Gesetzes zur Finanzierung des Ausbildungsverkehrs im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNVFinAusG). Auf Seiten der Landkreise und Kreisfreien Städte müssen ebenso weitere Beschlüsse gefasst und Details geklärt werden.
Neben dem Bildungsticket wird es weiterhin das im Jahr 2018 eingeführte Azubi-Ticket geben. »Hier ist es uns zuletzt gelungen, den Berechtigtenkreis auf alle Freiwilligendienstleistende im Freistaat Sachsen zu erweitern. Genau aus diesen Gründen erachte ich die engere, konstruktive Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und den kommunalen Aufgabenträgern als nutzenstiftend und werde nicht müde, für eine Sächsische Mobilitätsgesellschaft zu werben«, so Verkehrsminister Martin Dulig. Das Azubi-Ticket wird derzeit von rund 22.000 Berechtigten genutzt.

Die Ausgestaltung eines Bildungstickets war bereits im Rahmen der Arbeit der ÖPNV-Strategiekommission eine der ambitioniertesten Aufgaben. Es gibt derzeit in Sachsen verschiedene Systeme der Schülerbeförderung mit unterschiedlichen Höhen der Elternbeiträge.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Pressesprecher Jens Jungmann

Telefon: +49 351 564 80600

Telefax: +49 351 564 80680

E-Mail: presse@smwa.sachsen.de

zurück zum Seitenanfang