Wer entdeckt den Grasfrosch?
03.03.2026, 11:06 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Froschlaich zählen und dem Grasfrosch helfen!
In Sachsen hat die Amphibienwanderung begonnen. Dazu gehört auch der Grasfrosch. Noch zählt er zu den häufigsten Amphibienarten, gerät aber zunehmend unter Druck. Dieses leise Verschwinden einer Art dokumentiert der seit Jahrzehnten zurückgehende Grasfroschbestand. Als Fundament für Schutzmaßnahmen werden Kenntnisse über Vorkommen des Grasfrosches und die Größe der Laichgemeinschaften benötigt.
Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) nimmt den Beginn der Laichsaison zum Anlass, gemeinsam mit dem Naturschutzinstitut des NABU in Freiberg, eine »Mitmachaktion Grasfrosch« zu starten. Sie richtet sich an alle, die gern in der Natur unterwegs sind und mithelfen möchten, an Teichen, Tümpeln und Weihern Ausschau nach Froschlaich zu halten. Wer Laichballen des Grasfroschs entdeckt und zählt, wird gebeten, diese Informationen über ein neu eingerichtetes Onlineportal zu melden. Dort wird auch erklärt, woran sich der Froschlaich erkennen lässt und wie sich dieser vom Laich seiner nahen Verwandten, dem Spring- und Moorfrosch, unterscheiden lässt. Rundherum gibt es viel Wissenswertes zur Biologie der drei Froscharten und wie das Monitoring funktioniert.
Wesentliche Ursachen für den Rückgang der Grasfroschvorkommen sind der Verlust von Laichgewässern sowie die Zerschneidung und die zu intensive Nutzung der Landschaften. Zudem führt die immer häufiger auftretende Frühjahrstrockenheit in Folge des Klimawandels dazu, dass Laichgewässer teilweise oder vollständig austrocknen.
Kleiner Steckbrief zum Grasfrosch:
Der Grasfrosch ist variabel gefärbt und von seiner Statur her kräftiger als seine engen Verwandten Moor- und Springfrosch. Seine bevorzugten Lebensräume sind u. a. grasige Flächen im Feuchtgrünland sowie extensiv genutzte Wiesen und Weiden, verschiedenste Waldtypen, vor allem Auenwälder und Erlensümpfe. Zu finden ist er auch in naturnahen Parkanlagen und Gärten.
Grasfrösche bilden große Laichplatzgesellschaften und laichen in den unterschiedlichsten Gewässern ab. Die Männchen sehen in der Paarungszeit »schwammig« und leicht bläulich aus und geben knurrende Laute von sich. Die Laichballen liegen dicht nebeneinander und können ausgedehnte Teppiche bilden. Man findet sie meist direkt am sonnigen Gewässerrand, wo das Ufer flach ausläuft. Die Laichzeit beginnt je nach Wetterlage Anfang März und geht bis Ende April, selten bis in den Mai hinein.