Sanierung Talsperre Lichtenberg: Staudamm erhält neue Dichtung - Fertigstellung Turmkopfsanierung bis Mitte 2026

04.05.2026, 14:56 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Aktueller Stand der Baustelle

Aktueller Stand der Baustelle

Auf dem Staudamm der Talsperre Lichtenberg (Lkr. Mittelsachsen) werden ab dieser Woche (19. KW) neue Kunststoffdichtbahnen verlegt, verschweißt und mit Spannprofilen am Damm befestigt. Da die Arbeiten von der Dammkrone aus erfolgen, wurde dort vor Ostern die erste Schicht des neuen Asphalts aufgetragen.

Der Einbau der Dichtungsbahnen am Entnahmebauwerk läuft bereits seit Anfang April. Parallel dazu wird der Turmkopf wieder neu aufgebaut. So wurden bereits die Betonteile eingehoben und montiert. Nun können die Fensterelemente bestellt und das Dach abgedichtet werden. Mitte des Jahres sollen außerdem die Umbauten an den Auflagern des Turmkopfes sowie die Sanierung und Abdichtung der Überfallkrone abgeschlossen sein, so dass das Gerüst teilweise zurückgebaut werden kann.

Um die Talsperre wieder einstauen zu können, müssen zudem die epilimnischen Entnahmen* und Rohwasserentnahmen eingebaut sowie das Einlaufbauwerk saniert und mit neuen Feinrechen versehen werden. Außerdem erfolgt in diesem Jahr die Fertigstellung der Grundablassstränge.

Die Dammkrone bleibt für die Öffentlichkeit weiterhin gesperrt, da die Abdichtungsarbeiten des Staudammes von der Krone aus ausgeführt werden. Erst nach dem Auftrag der Asphaltdeckschicht sowie dem Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 2027 wird der Weg wieder öffentlich zugänglich sein.

  • Mit einer epilimnischen Entnahme kann zur Verbesserung der Wassergüte Wasser oberflächennah aus dem Stauraum entnommen und an den Unterlauf abgegeben werden.

Hintergrundinformationen
Die Talsperre Lichtenberg (Landkreis Mittelsachsen) wird seit rund 50 Jahren ununterbrochen betrieben. Um die Bereitstellung von Rohwasser für die Wasserversorgung und den Betrieb der Stauanlage auch zukünftig sicherzustellen, ist eine umfangreiche Sanierung erforderlich.

Das Rohwasser der Talsperre Lichtenberg wird in den Wasserwerken Lichtenberg und Freiberg aufbereitet. Diese versorgen rund 200.000 Menschen der Stadt Freiberg und Umgebung mit Trinkwasser. Darüber hinaus ist die Talsperre Lichtenberg über das Pumpwerk Lichtenberg und die Rohrleitung vom Oberen Großhartmannsdorfer Teich mit der Revierwasserlaufanstalt Freiberg verbunden. Zudem gibt es über eine weitere Rohrleitung eine Anbindung an das Talsperrenverbundsystem Osterzgebirge.

Für die Komplexsanierung der Talsperre Lichtenberg wurde der Stausee im Herbst 2024 komplett entleert. Seitdem wird die Versorgung über die Talsperre Rauschenbach und die Obere Revierwasserlaufanstalt Freiberg sichergestellt. Die Ersatzrohwasserbereitstellung endet, wenn nach Sanierungsende ausreichend Wasser in der erforderlichen Güte in der Talsperre Lichtenberg vorhanden ist.

Die Sanierung der Talsperre Lichtenberg wird mindestens zwei Jahre dauern. Baubeginn war im September 2024. Die geschätzten Kosten dafür liegen bei rund 30 Millionen Euro. Finanziert wird die Maßnahme aus Mitteln des Freistaates Sachsen.

Hinweis an die Redaktionen
Weitere Informationen zur Sanierung der Talsperre Lichtenberg werden immer aktuell auf folgenden Internetseiten veröffentlicht: https://www.wasserwirtschaft.sachsen.de/aktuelle-bauprojekte-18375.html
https://www.talsperre-lichtenberg.de

Das Foto im Angang zeigt den aktuellen Stand der Baustelle und kann unter der Angabe folgender Quelle lizenzfrei veröffentlicht werden:

© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / avecfilm


Kontakt

Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen

Pressesprecherin Katrin Schöne
Telefon: +49 3501 796 378
Telefax: +49 3501 796 116
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