"Kunst und Justiz" am Fachgerichtszentrum Dresden
18.05.2026, 12:12 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Vernissage am 21. Mai 2026 um 15.00 Uhr
Vom 21. Mai 2026 bis 25. September 2026 findet im Fachgerichtszentrum Hans-Oster-Straße 4, 01099 Dresden, auf der Saalebene erneut eine Kunstausstellung statt.
Im Rahmen des Projektes »Kunst und Justiz« präsentiert Jannik Franco Schindler Bilder unter der Überschrift »Retroflextive«. Der Maler und Grafiker lädt ein, sein »Chaos und seinen Kosmos zu betrachten und nicht nur Teil zu nehmen, sondern auch Teil zu werden. Starke Farben und schrille Figuren mit Doppeldeutung können prognostiziert werden.«
Jannik Franco Schindler, geboren in Hof am 19.9.1997, wuchs in einem kleinen Dorf namens Sellanger auf. Seine Kindheit wurde durch den unmittelbaren Zugang zu den Oberfränkischen Wäldern geprägt. Durch einen frühen Kontakt zu Zeichentrick entwickelte er sein Interesse an Bildern und das Gefühl für Farben. Einen Pinsel nahm der Künstler erst im Teenageralter abseits des schulischen Kunstunterrichts in die Hand. Der kreative Ursprung ist unverkennbar die Zeichnung, die auch die Malerei bis heute definiert. Nach abgeschlossener Berufsausbildung als Kinderpfleger und anschließender Tätigkeit als solcher, entschloss er sich für den akademischen Weg und nahm im Oktober 2019 sein Kunststudium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Fachklasse Olav Westphalen, auf. Im Werk des Künstlers finden sich Malerei, Zeichnung, Fotografie, Digitale Bildbearbeitung, als auch immer mehr Texte verschiedenster Art.
Zu seinen Arbeiten erklärt der Künstler: »Meine Werke sind, im groben Sinne, rastlose, aber bewusste Ausgrabungen von metaphorischen Bildwelten, die das eigene Verständnis überschreiten wollen. Die Entstehung der Arbeiten ist der von Träumen nah, also eine laienhafte Psychoanalytik in Bildsprache, die Fragen aufwirft. Farben, die Formen annehmen, abstrakt bleiben oder sich figürlich weiterentwickeln. Die Bilder sind mehr eine verschlüsselte Offenbarung, als eine klare Botschaft. Mit meiner Malerei und grafischen Arbeit versuche ich, hochgradig bunte Bilderwelten zu kreieren, die eher auf eine Irritation, als eine Erklärung zielen. Die Willkür als Stilmittel, es geht um eine Darbietung von der Entfaltung kreativer Prozesse, die stattfindet, wenn es keinen Rahmen gibt, der gesprengt werden muss. Meine Werke kommunizieren Botschaften, die ihren Ursprung vielleicht im Unterbewussten haben. Hinweisen möchte ich nur, dass ich ein Zeitgenosse bin und wenn etwas übrig bleiben darf, dann gerne das.«
Die Ausstellung im Fachgerichtszentrum wird am 21. Mai 2026 um 15.00 Uhr im 1. Obergeschoss des Hauses A eröffnet. Die Eröffnung wird begleitet durch die Klänge akustischer Gitarren. Interessierte sind herzlich willkommen.
Die Ausstellung kann ab dem 22. Mai 2026 von Montag bis Donnerstag 9.00 Uhr -12.00 Uhr sowie von 13.00 Uhr bis 15.30 Uhr und freitags von 9.00 - 12.00 Uhr besichtigt werden.
Es finden Einlasskontrollen statt.