Feldtage starten am 21. Mai in Baruth
19.05.2026, 10:53 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Informationen zu aktuellen Versuchen im Pflanzenbau für Landwirte
Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) lädt auch in diesem Jahr wieder zu seinen traditionellen Feldtagen ein. Bei den Veranstaltungen auf den Versuchsstandorten in Sachsen können sich vor allem Landwirte und Fachberater, aber auch interessierte Bürger informieren.
Der erste Feldtag findet am 21. Mai von 9 bis 12 Uhr auf dem Prüffeld Baruth im Landkreis Bautzen statt. Treffpunkt ist direkt am Versuchsfeld Baruth (Gemeinde Malschwitz, Koordinaten: 51°14'35.3"N 14°35'32.0"E). Bitte beachten Sie die Ausschilderung »Feldtag«.
Bei diesem Feldtag werden Sorten-, Pflanzenschutz- und Düngungsversuche zu Getreide-, Öl- und Eiweißpflanzen vorgestellt. Bei den Düngungsversuchen geht es vor allem darum, Düngungsverfahren und Ausbringungsstrategien bei der Stickstoff-Düngung zu prüfen. Eine Besonderheit in Baruth stellt der Landessortenversuch Wintererbsen dar. In einem weiteren Versuch geht es um die Krankheitsbekämpfung in Winterroggen.
In Baruth und bei den weiteren Feldtagen erläutern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LfULG die Versuchsergebnisse und möchten damit die Landwirtinnen und Landwirte bei ihren Entscheidungen zu standort- und klimaangepassten Sorten, vielgestaltiger Fruchtfolge, wasserschonender Bodenbearbeitung sowie bedarfsgerechter Düngung unterstützen.
Alle Winterkulturen auf dem Versuchsfeld Baruth sind gut durch den Winter gekommen. Die Aussaat im Frühjahr war durch den trockenen März gut möglich. Die einzelnen Düngegaben, die Pflegemaßnahmen und der Pflanzenschutz konnten termingerecht erledigt werden. Trotz geringer Niederschläge bis Anfang April entwickelten sich gute Bestände. Erst ab Ende April zeigten sich erste Trockenstresssymptome an den Beständen. Die Niederschläge Anfang Mai führten zu einer deutlichen Entspannung der Situation.
Die Witterung der letzten Wochen hat auf den Versuchsflächen des LfULG dazu geführt, dass sich die Krankheiten in den Pflanzenbeständen nur sehr verhalten entwickelt haben. In der Hauptwachstumsperiode im April/Mai brauchen die Pflanzen genügend Wasser. Inwieweit sich die lange Trockenperiode im Frühjahr auf die Ertragsbildung auswirkt, hängt jetzt auch davon ab, wie sich Temperaturen und Niederschläge in den kommenden Wochen entwickeln. Der Witterungsverlauf in den nächsten Wochen bis zur Ernte ist entscheidend für den Ertrag.