Hochwasserschutz Döbeln: Baubeginn in der Altstadt - Vollsperrung Staupitzstraße bis Frühjahr 2028
21.09.2026, 13:08 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
In Döbeln (Lkr. Mittelsachsen) wurde heute (Montag, 21. September 2026) in der Altstadt mit Bauarbeiten am rechten Ufer der Freiberger Mulde begonnen. Zwischen Oberbrücke und Breitscheidsteg wird eine 425 Meter lange Hochwasserschutzwand gebaut, die Teil der Döbelner Hochwasserschutzanlage wird. Dieses Teilstück bindet eine vorhandene 175 Meter lange Stützmauer aus Felsengestein mit ein. Der Abschnitt soll im Frühjahr 2028 fertiggestellt sein und kostet rund 6,25 Millionen Euro, finanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Freistaates Sachsen.
Gebaut wird eine Stahlbetonwand, die auf Bohrpfählen gegründet und mit Natursteinen verblendet wird. Dafür sind Erdbauarbeiten, Spezialtiefbauarbeiten sowie Beton- und Stahlbetonarbeiten nötig. Vor Baubeginn wurden durch die Medienträger bereits Leitungen aus dem Baubereich verlegt.
Die Baustraße für diesen Abschnitt verläuft in der Freiberger Mulde. Bei größeren Abflüssen oder Hochwasser werden die Wassermengen durch das Verteilerwehr über die Flutmulde abgeleitet.
Die Staupitzstraße bleibt während der gesamten Bauzeit gesperrt. Zudem wurde für den Mulderadweg eine Umleitung eingerichtet. Wir bitten um Verständnis!
Hintergrundinformationen
Derzeit wird zudem die Hochwasserschutzanlage an der Wappenhenschanlage gebaut. Das ist eine Parkanlage in Döbeln, die nach einem Ehrenbürger der Stadt benannt wurde. Dort entsteht seit 2023 ebenfalls eine Hochwasserschutzanlage, die Teil des neuen Döbelner Hochwasserschutzes ist. Im Juli 2026 wurde mit den Arbeiten im letzten Abschnitt (Bauabschnitt 1) begonnen, die Bauabschnitte 2 und 3 sind bereits fertiggestellt.
Weitere Hochwasserschutzanlagen in Sörmitz und an der Ritterstraße sowie die Brücke Straße des Friedens, die Flutmulde und das neue Verteilerwehr sind bereits seit Jahren fertig.
Geplant sind bis 2028 zudem Hochwasserschutzanlagen an den Färberhäusern und an den Klostergärten. Der Bau der Hochwasserschutzanlage in Döbeln läuft seit 2009. Das Bauprojekt gliedert sich in 21 Bauabschnitte und soll 2028 abgeschlossen sein. Dafür investieren der Freistaat Sachsen, der Bund und der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) insgesamt rund 95 Millionen Euro.
Hinweis an die Redaktionen
Das angehängte Foto zeigt den Blick Richtung Staupitzstraße und die Fußgängerbrücke Staupitzweg vor Beginn der Baumaßnahme.
Es kann unter folgender Quellenangabe lizenzfrei veröffentlicht werden:
© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / suedraumfoto.
Die beigefügte Übersichtskarte zum Hochwasserschutz kann ebenfalls unter Angabe folgender Quellenangabe genutzt werden:
© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Geobasisdaten: GeoSN, 2026