Flugzeugbau kehrt nach Sachsen zurück: Deutsche Aircraft eröffnet Endmontagelinie für Regionalflugzeug D328eco in Leipzig

29.09.2026, 11:55 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Deutsche Aircraft (© SMWA)

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Wirtschaftsminister Dirk Panter im Cockpit der D328eco

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Wirtschaftsminister Dirk Panter im Cockpit der D328eco

Wirtschaftsminister Dirk Panter im Cockpit der D328eco
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Wirtschaftsminister Dirk Panter: »Ein starkes industriepolitisches Signal« | Bis zu 48 Flugzeuge pro Jahr und 250 direkte Arbeitsplätze

Der Flugzeughersteller Deutsche Aircraft hat heute am Flughafen Leipzig/Halle mit rund 400 Gästen seine neue Endmontagelinie (»Final Assembly Line«, FAL) offiziell eröffnet. Leipzig wird damit zum Produktionsstandort für das 40-sitzige Turboprop-Regionalflugzeug D328eco. Die Kapazität ist auf bis zu 48 Flugzeuge pro Jahr ausgelegt; rund 250 direkte Arbeitsplätze sollen mit dem Produktionshochlauf entstehen. Damit kehrt nach mehr als sechs Jahrzehnten der Bau kompletter Flugzeuge nach Sachsen zurück.

Wirtschaftsminister Dirk Panter dankte heute der Deutschen Aircraft, der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, der Mitteldeutschen Flughafen AG und allen Projektpartnern für die gute Zusammenarbeit. »Es macht uns stolz, dass Leipzig der Standort für die Endmontage kompletter Flugzeuge ist. Das ist nicht nur ein Vertrauensbeweis in den Wirtschaftsstandort Deutschland, sondern auch ein starkes Zeichen für den traditionsreichen Luftfahrtstandort Sachsen, wo bereits in den 1950er-Jahren eine eigene Flugzeugfertigung aufgebaut worden ist. Dieses über Jahrzehnte gewachsene Know-how und das dichte Netzwerk an Akteuren aus der Luft- und Raumfahrtindustrie machen den Freistaat zur perfekten Startbahn für die Flugzeugproduktion der Deutsche Aircraft«, so Panter.

Auf einer Fläche von acht Fußballfeldern (60.500 Quadratmeter) umfasst der Standort die Endmontagelinie, einen Flugbereitschaftshangar (»Flight Readiness Hangar«), ein Logistikzentrum und ein Verwaltungsgebäude. Das Unternehmen investierte mehr als 100 Millionen Euro in das Vorhaben. Der Freistaat Sachsen förderte die Investition mit rund 3,2 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm GRW (Gemeinschaftsaufgabe »Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur«).

Gemeinsam bilden die Unternehmensstandorte Oberpfaffenhofen (Bayern) und Leipzig eine integrierte Entwicklungs- und Produktionslandschaft. Während Oberpfaffenhofen die Heimat von Entwicklung, Flugerprobung und Zertifizierung bleibt, übernimmt Leipzig künftig die Endmontage, Flight-Readiness-Aktivitäten und die Auslieferung von Flugzeugen an Kunden weltweit.

Das Vorhaben festigt die Luft- und Raumfahrtkompetenzen im Freistaat und ergänzt die bestehenden Stärken bei Flugzeugumrüstung, Komponenten, Leichtbau, Mikroelektronik, Sensorik und Forschung um die Endmontage eines vollständigen Flugzeugs. Die Endmontagelinie stärkt außerdem die wirtschaftliche und technologische Resilienz. Sie verankert zusätzliche industrielle Fähigkeiten in Deutschland, verbreitert die Wertschöpfungsbasis in Sachsen und schafft Anknüpfungspunkte für Zulieferer, Forschung und Fachkräfte.

Dirk Panter: »Die Eröffnung der Endmontagelinie in Leipzig setzt ein starkes industriepolitisches Signal. Das Unternehmen schafft neue industrielle Wertschöpfung und eröffnet qualifizierten Fachkräften zusätzliche Perspektiven in einer Region, in der andere Industriezweige derzeit tiefgreifende Veränderungen bewältigen. Die Ansiedlung der Deutschen Aircraft zeigt, dass Sachsen diesen Wandel der Wirtschaft nicht nur verwaltet, sondern mit neuen, zukunftsfähigen Geschäftsfeldern und Produkten, neuen Investitionen und neuen Arbeitsplätzen gestaltet.«

Hintergrund

Rund 160 Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit insgesamt mehr als 7.000 Beschäftigten erwirtschaften am Luftfahrtstandort Sachsen jährlich einen Umsatz von etwa 1,4 Milliarden Euro. Sachsen kann auf eine lange Tradition in der Luftfahrtindustrie zurückblicken. Bereits in den 1950er-Jahren entwickelten sächsische Ingenieure mit der »152« das erste deutsche Passagierflugzeug mit Strahlantrieb. Daraus sind die Elbe Flugzeugwerke hervorgegangen, die mit der Umrüstung von Passagier- in Frachtmaschinen, der Flugzeugwartung und der Herstellung von Leichtbaukomponenten ein internationaler Player der Luftfahrtbranche sind.


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