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Renommierter Consolidator Grant der EU geht an Forschende in Sachsen

17.03.2022, 12:05 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Die in Sachsen forschenden Wissenschaftler Dr. Jan Brugués , Prof. Stefan Kaiser und Dr. Gesa Hartwigsen erhalten einen der Consolidator Grants des Europäischen Forschungsrats ERC – damit verbunden ist eine Förderung von jeweils knapp zwei Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren für weitere Forschungen.

Dr. Jan Brugués, der am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden sowie am Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme Dresden forscht, erhält die Förderung für sein Projekt »Understanding emergent physical properties of chromatin using synthetic nuclei.« Damit soll hauptsächlich erforscht werden, wie die Physik von Aktivitäten auf molekularer Ebene zu den Materialeigenschaften von Chromatin, dem genetischen Grundmaterial in unseren Zellkernen, führt und wie diese zur Organisation und Funktion von Chromatin beitragen.

Stefan Kaiser ist Professor für Ultraschnelle Festkörperphysik und Photonik an der TU Dresden. Mit dem Consolidator Grant möchte er in seinem Projekt »T-Higgs« eine neue Art von Spektroskopie entwickeln, die direkte Einblicke in das Verhalten von Supraleitern gewährt und diese nutzen, um neue, bisher noch unbekannte Supraleiter direkt zu identifizieren und zu charakterisieren. Insbesondere die sogenannten Hochtemperatursupraleiter gelten technologisch als äußerst vielversprechend, zum Beispiel beim Bau von Quantencomputern.

PD Dr. Gesa Hartwigsen leitet eine Forschungsgruppe zum Thema Kognition und Plastizität im menschlichen Gehirn am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig. Ihr ERC-Projekt »The Flexible Brain: (Re-)shaping Adaptation in Semantic Cognition” zielt darauf ab, die schnelle Anpassungsfähigkeit von Hirnnetzwerken für die menschliche Kognition zu verstehen und zu fördern.

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow: »Herzlichen Glückwunsch an die Preisträgerin und die Preisträger dieser hochdotierten Auszeichnung, die von der Europäischen Union an besonders exzellente und vielversprechende Forschende vergeben wird. Sie zeigt nicht nur die hohe Qualität der Forschung in Sachsen, sondern gerade in diesen Tagen auch, wie wichtig die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt in Europa sind. Für unsere gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung und nicht zuletzt die Wettbewerbsfähigkeit in der Zukunft ist die europäische Forschungs- und Innovationsförderung ein unverzichtbarer Faktor.«

Hintergrund:
Der Europäische Forschungsrat ist ein Teil des Rahmenprogramms der EU für Forschung und Innovation »Horizont Europa«. Er fördert exzellente Einzelwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. In der Förderlinie »Consolidator Grant« werden Projekte mit 2 Millionen Euro (zuzüglich bis zu einer weiteren Million Euro für bestimmte zusätzliche Kosten) innerhalb von fünf Jahren gefördert. Im Rahmen der aktuellen Ausschreibung profitieren 313 Forschende, davon 61 in Deutschland.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Pressesprecher Falk Lange

Telefon: +49 351 564 60200

E-Mail: falk.lange@smwk.sachsen.de

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