Green Hydrogen Innovation Congress 2024 in Dresden zeigt, wie der Wasserstoff-Markthochlauf Fahrt aufnimmt

29.05.2024, 15:01 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Martin Dulig beim GHIC in Dresden (© Bildrechte: SMWA)

Rede von Martin Dulig beim Green Hydrogen Innovation Congress 2024 in Dresden

Martin Dulig beim GHIC in Dresden (© Bildrechte: SMWA)

Rede von Martin Dulig beim Green Hydrogen Innovation Congress 2024 in Dresden

Rede von Martin Dulig beim Green Hydrogen Innovation Congress 2024 in Dresden

Wachstum und Klimaschutz: Die Wasserstoffwirtschaft macht vor, dass »En même temps - sowohl als auch« in die Tat umgesetzt wird.

Heute nahmen über 370 nationale und internationale Gäste am ausgebuchten Green Hydrogen Innovation Congress 2024 (GHIC 2024) in Dresden teil. Zum zweiten Mal nach 2022 bot das sächsische Wirtschaftsministerium (SMWA) ein Forum für fachlichen Austausch und Vernetzung, um Akteure der Wassersstoffwirtschaft aus ganz Europa zusammenzubringen. Experten aus Wirtschaft und Politik aus dem Gastland Schottland sowie den sächsischen Nachbarländern Polen und Tschechien präsentierten und diskutierten die Fortschritte und die noch notwendigen Anstrengungen, um den Markthochlauf von Wasserstoff erfolgreich zu gestalten.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig: »Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hat am Montag hier in Dresden, vor unserer Jugend, die Wichtigkeit des ,En même temps – sowohl als auch' in Bezug auf Wirtschaftswachstum und Klimaschutz betont. Der Green Hydrogen Congress 2024 zeigt keine zwei Tage später: Genau das geht! Wirtschaftswachstum und Umweltfreundlichkeit schließen sich nicht aus, sondern Wasserstoff kann und wird aktiv dazu beitragen. Die sächsische Wirtschaft und deren europäische Vernetzung spielen dabei eine entscheidende Rolle. Unsere innovativen jungen und gestandenen Unternehmen sind ein wichtiger Treiber des aktuellen Markthochlaufs in ganz Europa – und das konnten sie heute eindrucksvoll darstellen. Diese gelebte Vernetzung schafft die Grundlage für unser zukünftiges Wirtschaften.«

Fast 40 nationale und internationale Experten aus ganz Europa teilten ihre Erfahrungen und präsentierten ihre Wasserstoffvorhaben. Dabei wurde klar, dass die Wirtschaft und Politik viele wichtige Schritte seit dem ersten Kongress im Jahr 2022 erfolgreich gemeistert haben und den weiteren Fortschritt vorantreiben. Die Kongressteilnehmer betonten die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der Regionen beim Wasserstoff-Markthochlauf. Von Zusammenarbeit auf wirtschaftlicher und politischer Ebene über Grenzen hinweg könne Europa in herausfordernden Zeiten nur profitieren.

Weitere Expertenstimmen vom Kongress

Michael Kellner, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz: »Wasserstoff ist ein unverzichtbarer Baustein für den Klimaschutz und für die Zukunft unserer Industrie. Für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft gibt es deshalb mit der Nationalen Wasserstoffstrategie einen Plan, den wir immer weiter umsetzen. Ostdeutschland verfügt über wichtige Voraussetzungen und Potenziale, um diesen Wandel voranzutreiben – hier entwickeln zahlreiche Akteure nachhaltige Wasserstoffprojekte, starten starke Kooperationen und gestalten so die Energiezukunft Deutschlands aktiv mit.«

EIB-Vizepräsidentin Nicola Beer, die das Deutschlandgeschäft der Europäischen Investitionsbank (EIB) beaufsichtigt, sagt: »Zur Stärkung einer nachhaltigen industriellen Basis und Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland und Europa wollen wir alle eine profitable grüne Wasserstoff-Industrie aufbauen. Dafür müssen Politik, Industrie und Investoren engagiert und koordiniert zusammenarbeiten, damit wirtschaftlich konkurrenzfähige Geschäftsmodelle entstehen können. Als EIB können wir Anschubfinanzierungen fördern, besonders für neue energie-effiziente Technologien, um gerade in den energieintensiven Branchen wie Stahl und Chemie die grüne Transformation zu ermöglichen.«

Sławomir Sobkiewicz, Präsident des Niederschlesischen Wasserstoff-Valleys: »Ich freue mich sehr, das Niederschlesische Wasserstoff-Valley und ganz Polen bei dieser wichtigen Veranstaltung zu vertreten. Niederschlesien ist Sachsens Nachbar, und Polen ist ein wichtiger Wirtschaftspartner von Deutschland. Unser Team ist nach Dresden gekommen, weil wir hoffen, Partnerschaften mit deutschen Unternehmen, wissenschaftlichen Instituten und Nichtregierungsorganisationen zu schließen. Gemeinsame Projekte können eine klimaneutrale Wirtschaft und grünen Wasserstoff Wirklichkeit werden lassen, aber sie werden auch einen echten Mehrwert für die Menschen in ganz Europa und neue Arbeitsplätze in der grünen Industrie schaffen. Wir bedanken uns bei den Veranstaltern des Green Hydrogen Innovation Congress und hoffen auf weitere so gute Gelegenheiten für inhaltliche Begegnungen.«

Petr Mervart, Wasserstoffbeauftragter der Tschechischen Republik: »Der Green Hydrogen Congress ist eine hervorragende Plattform, um verschiedene Ansätze und Lösungen für die Nutzung von Wasserstoff zur Dekarbonisierung unseres Verkehrs und unserer Industrie zu diskutieren. Es ist offensichtlich, dass es viele gemeinsame Herausforderungen zwischen Sachsen und der Tschechischen Republik gibt. Durch eine enge Zusammenarbeit können wir gemeinsam effektive Lösungen entwickeln.«


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Pressesprecher Jens Jungmann
Telefon: +49 351 564 80600
Telefax: +49 351 564 80680
E-Mail: presse@smwa.sachsen.de
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