Forstminister von Breitenbuch: »Der Tag des Waldes sensibilisiert uns: Der Wald ist Nahversorger, Wasserspeicher und Erholungsort zugleich.«
21.03.2025, 11:15 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
»Die sächsischen Wälder sind die grünen Lungen des Freistaates, sie sind wertvolle Ökosysteme, unverzichtbare Klimaschützer und nachhaltige Wirtschaftsfaktoren«, sagt der sächsische Forstminister Georg-Ludwig von Breitenbuch zum »Internationalen Tag des Waldes« am 21. März, der in diesem Jahr unter dem Motto »Wälder und Nahrung« steht.
Von Breitenbuch: »Im Wald wächst nicht nur Holz, es wächst auch Nahrung. Das Sammeln von Pilzen und Beeren in unseren Wäldern ist für viele Bürgerinnen und Bürger nicht nur eine schöne und beliebte Form der Walderholung. Es ist auch eine ursprüngliche, nachhaltige und regionale Form der Waldnutzung.«
Auch viele andere heimische Lebensmittel sind direkt oder indirekt Ergebnis einer naturnahen und multifunktionalen Forstwirtschaft, seien es Waldhonig, Heil- und Gewürzpflanzen oder das Bier, das mit sauberem Wasser aus dem Wald gebraut wird. Ebenso gehört der Verzehr von gesundem, waid- und tierschutzgerecht erlegtem Wildbret dazu.
»Gerade die Gewinnung des für die Menschen unentbehrlichen, sauberen Trinkwassers aus unseren waldreichen Regionen wie dem Erzgebirge hat herausragende Bedeutung für unsere Bevölkerung in Sachsen«, so von Breitenbuch. Davon zeugen nicht zuletzt die vielen Trinkwassertalsperren. Angesichts der zunehmend zeitlich, quantitativ und örtlich ungleichmäßiger auftretenden Niederschläge ist der erstklassige und stabile Wasserspeicher Wald von größter Wichtigkeit. Weltweit liefern Wälder 75 Prozent des verfügbaren Süßwassers.
Eine weitere, eher unbeachtete Schlüsselrolle für eine funktionierende Nahrungsversorgung spielt die Vielfalt an Insekten im Wald, die als Bestäuber zum Beispiel im Obstbau und Landwirtschaft unerlässlich sind.
»Der Wald ist ein unverzichtbares und vielfältiges Ökosystem. Viel zu selten führen wir uns vor Augen, welchen unersetzlichen Mehrwert uns dieser Lebensraum bringt. Der Wald ist ein echter Allrounder und das diesjährige Motto zum Tag des Waldes sensibilisiert uns, gefühlte kleinteilige Alltäglichkeiten zu schätzen«, so zusammenfassend Staatsminister von Breitenbuch.
Hintergrund:
Am 21. März 1971 rief die die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen erstmals einen »Tag des Waldes« aus, um international auf die zunehmende Vernichtung von Wäldern aufmerksam zu machen. Im Jahr 2012 wurde der 21. März als »International Day of Forests« nach einem Beschluss der UN-Generalvollversammlung zu einem regelmäßigen Termin unter den Internationalen Tagen.
Weitere Informationen zum Wald unter www.wald.sachsen.de