Hochwasserschutzmaßnahmen in Burkhardtsdorf fertiggestellt
17.11.2025, 10:14 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Sachsens Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch hat am Montag (17.11.) gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung Sachsen (LTV), Eckehard Bielitz, und dem Bürgermeister der Gemeinde Burkhardtsdorf, Jörg Spiller, die fertiggestellte Hochwasserschutzanlage in Burkhardtsdorf (Erzgebirgskreis) eingeweiht. Die von der LTV im Herbst 2018 begonnene Baumaßnahme im Finanzumfang von rund 40 Millionen Euro ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Zwönitz.
Staatsminister von Breitenbuch: »Die Gemeinde Burkhardtsdorf war von den Hochwasserereignissen 2002, 2010 und 2013 stark betroffen. Die nun abgeschlossenen Maßnahmen werden die Menschen und ihre Häuser ebenso wie die Infrastruktur entlang der Zwönitz besser vor künftigen Gefahren schützen. Allerdings sind die neuen Anlagen allein kein allumfassender Schutz vor extremen Naturereignissen. Deshalb kommt es darauf an, das Hochwasserrisikomanagement insgesamt voranzubringen – ob im Rahmen der kommunalen Bauleitplanung, mit der kommunalen Wasserwehr oder durch bauliche Eigenvorsorge, um vor potenziellen Gefahren gut gewappnet zu sein. Für die Umsetzung und Unterstützung des Vorhabens danke ich dem EFRE-Fonds der EU, dem Landtag, der LTV als Projektträgerin und der Gemeinde Burkhardtsdorf.«
Zum Schutz vor Hochwasserereignissen an der Zwönitz wurden auf einer Gewässerlänge von 3,3 Kilometern verschiedene Schutzelemente installiert. Dazu gehören Schutzmauern, ein Pumpwerk sowie 46 Standorte für 56 Pumpen, ein Zentrallager für Schutztechnik und Entwässerungssysteme. Um den Gewässerzustand zu verbessern, erfolgte zudem der Einbau von Gewässerstrukturelementen.
Auf Grundlage der vom Freistaat erstellten Hochwasserschutzkonzepte für Fließgewässer I. Ordnung begannen die Planungen für die Schutzmaßnahmen in Burkhardtsdorf im Jahr 2009. Es erfolgten Anpassungen der Planung nach dem Hochwasser 2013. Der Bau fand von September 2018 bis September 2025 statt.
Die Finanzierungsmittel von rund 40 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, kofinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.