Einstau Hochwasserrückhaltebecken Glashütte - Grund: Funktionstest am Brießnitzbach
24.02.2026, 15:31 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Das Hochwasserrückhaltebecken Glashütte (Lkr. Sächsische Schweiz – Osterzgebirge) wird derzeit eingestaut, um einen Funktionstest am Brießnitzbach durchzuführen. Dafür werden die Schneeschmelze und die für diese Woche vorhergesagten Niederschläge genutzt. Bis Ende der Woche soll die Stauanlage einen Inhalt von rund 0,12 Millionen Kubikmeter Wasser enthalten, das entspricht in etwa zehn Prozent ihres Stauvolumens. Der Straßenverkehr ist durch den Einstau nicht betroffen.
Nach Beendigung der Tests in der nächsten Woche wird das Becken wieder geleert. Dabei kann es kurzzeitig zu erhöhten Wasserständen im Brießnitzbach kommen. Wir bitten dies zu beachten.
Hintergrundinformationen
Das Hochwasserrückhaltebecken Glashütte ist ein grünes Becken. Es ist normalerweise leer und wird nur bei Hochwasser eingestaut. Das Becken wurde zwischen 1951 und 1953 gebaut und beim Hochwasser 2002 zerstört. Zwischen 2005 und 2006 erfolgte der Wiederaufbau, zwischen 2010 und 2013 die geplante Vergrößerung. Das Becken hat nun ein Stauvolumen von rund 1,2 Millionen Kubikmetern. Zusammen mit dem Hochwasserrückhaltebecken Lauenstein schützt es den Unterlauf der Müglitz.
Technische Daten
Lage: Stadt Glashütte, Lkr. Sächsische Schweiz - Osterzgebirge
Bauzeit: 1951 – 1953, Wiederaufbau 2005 – 2006, Erweiterung 2010 - 2013
Hydrologie
Flussgebiet: Nebenflüsse der Oberen Elbe
Gestautes Gewässer: Brießnitzbach
Einzugsgebiet: 10,9 km²
Staubecken
Art: grünes Becken ohne Dauerstau
Gesamtstauraum: 1,18 Mio. m³
davon gewöhnlicher Hochwasser-rückhalteraum: 1,04 Mio. m³
außergewöhnlicher Hochwasserrückhalteraum: 0,09 Mio. m³
Bauwerk
Art: Steinschüttdamm mit mineralischer und geotextiler Innendichtung
Kronenlänge: 167 m
Kronenbreite: 5,0 m
Höhe über Gründungssohle: 30,2 m
Breite Dammfuß: 125 m
Bauwerksvolumen: 225.000 m³
Hochwasserentlastung: fester, ungesteuerter Schachtüberfall mit Gesamtleistungsfähigkeit von 94 m³/s
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© Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Stefan Wätzig