Forstminister von Breitenbuch: »Wald ist Rohstoff- und Einkommensquelle, Lebens- und Erholungsraum«
21.03.2026, 09:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Statement zum Internationalen Tag des Waldes
»Wälder sind als wertvolle Ökosysteme für unsere Wirtschaft genauso unverzichtbar wie für unsere Gesellschaft«, betont Sachsens Forstminister Georg-Ludwig von Breitenbuch anlässlich des Internationalen Tags des Waldes am 21. März, der in diesem Jahr unter dem Motto »Wälder und Wirtschaft« steht. »Der Wald ist Rohstoff- und Einkommensquelle, Lebens- und Erholungsraum, Arbeitsplatz und Klimaschützer zugleich. Doch Stürme, Trockenheit und Borkenkäfer haben zu immensen Waldschäden geführt«, so der Staatsminister. »Daher müssen wir alles tun, um die Wälder zu schützen und nachhaltig zu entwickeln. Das können die Waldbesitzer nur dann gut, wenn durch eine effektive Bewirtschaftung die notwendigen Mittel für Waldverjüngung und -pflege eingenommen werden.«
Wälder erbringen vielfältige Ökosystemleistungen wie Schutz von Wasser, Boden und Klima, Erhalt der Biodiversität und Erzeugung des nachwachsenden Rohstoffes Holz. Das diesjährige Motto des Aktionstags lenkt den Fokus auf die Bereiche, in denen Waldbesitzer wie Gesellschaft von den Leistungen des Waldes profitieren. Im Wald wird der Bau- und Werkstoff Holz erzeugt, der darüber hinaus ein umweltfreundlicher Energieträger ist. Eine nachhaltige, multifunktionale Waldbewirtschaftung sichert auch Einkommen und Arbeitsplätze in vielen Branchen.
Die wirtschaftliche Bedeutung von Wäldern geht jedoch weit über Holz hinaus. Durch gesunde und stabile Wälder werden die Kosten für die Herstellung von sauberem Trinkwasser gesenkt und die Folgen von Hochwasserereignissen gemildert. Die verschiedenartigen Waldlandschaften bieten darüber hinaus Raum für erfolgreiche Tourismusangebote, ob für das Naturerleben oder für sportliche Aktivitäten.
Einen nicht zu unterschätzenden wirtschaftlichen Nutzen haben Wälder beim Klimaschutz, zum einen als erneuerbarer Ersatz für Materialien wie Stahl, Beton und Kunststoffe bzw. fossiler Energieträger. Wälder sind dabei selbst wichtige CO2- und Wasserspeicher und regulieren das Klima.
Gegenwärtig sind Wälder weltweit zunehmenden Gefahren ausgesetzt. In Europa, Deutschland und Sachsen schädigen vor allem Dürre, Hitze, Stürme und Massenvermehrungen von Borkenkäfern und anderen Schadorganismen die Bestände. »Damit unsere Wälder langfristig erhalten bleiben und mit ihren unersetzlichen Ökosystemleistungen auch künftigen Generationen zur Verfügung stehen, brauchen wir klimastabile, arten- und strukturreiche, leistungsfähige Wälder. Nur eine gelingende Waldverjüngung und die kontinuierliche Pflege sichern auch die langfristige Produktivität des Waldes«, so Staatsminister von Breitenbuch abschließend.
Hintergrund:
Am 21. März 1971 rief die die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen erstmals einen »Tag des Waldes« aus, um international auf die zunehmende Vernichtung von Wäldern aufmerksam zu machen. Im Jahr 2012 wurde der 21. März als »International Day of Forests« nach einem Beschluss der UN-Generalvollversammlung zu einem regelmäßigen Termin unter den Internationalen Tagen.
Weitere Informationen zum Wald unter https://www.wald.sachsen.de