Ein Glücksbringer braucht unsere Hilfe

12.06.2026, 12:07 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Plakette "Schwalben willkommen" (© NABU Sachsen)

Plakette "Schwalben willkommen" von NABU und LaNU

Plakette "Schwalben willkommen" (© NABU Sachsen)

Plakette "Schwalben willkommen" von NABU und LaNU

Plakette "Schwalben willkommen" von NABU und LaNU

Jubiläum 10 Jahre Mitmachaktion »Schwalben willkommen« im Zoo Dresden

Die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) begeht am kommenden Wochenende zusammen mit dem NABU Sachsen das 10-jährige Jubiläum der Mitmachaktion »Schwalben willkommen« im Zoo Dresden. Ziel dieser sachsenweiten Aktion ist der Erhalt von Brutplätzen der gebäudebewohnenden Rauch- und Mehlschwalben sowie die Verbesserung der Akzeptanz ihrer Brutstätten.
Die beiden Vogelarten, auch Töpferschwalben genannt, bauen ihre Nester im unmittelbaren Wohnumfeld der Menschen. Das kann zu Konflikten führen. Menschen, die sich für den Erhalt und die Förderung der Schwalbenbruten auf ihren Grundstücken einsetzen, können als Anerkennung die begehrte Plakette »Schwalben willkommen« erhalten. Die Aktion wurde bisher gut angenommen. Mehr als 1.400 Bewerbungen gingen beim NABU ein. Die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt finanziert das Vorhaben.

Den beiden gebäudebewohnenden Vogelarten geht es in Sachsen nicht gut. Ihre Brutbestände sind nach Angaben der Vogelschutzwarte Neschwitz in den letzten 40 Jahren um etwa 50 Prozent zurückgegangen. Sie stehen mittlerweile auf der Vorwarnliste der bedrohten Arten.
Hauptursache für den erheblichen Bestandseinbruch ist der Rückgang kleiner Fluginsekten. Dieser ist wesentlich der Intensivierung und dem Rückgang der Tierproduktion im ländlichen Raum geschuldet. Ebenso führten Umbauten auf den Gehöften, wie auch der Verschluss von Räumen, in denen Schwalbenbruten bisher möglich waren, zu Bestandsrückgängen. Die trockenen Sommer der letzten Jahre taten das Übrige: Das Nestbaumaterial fehlte und ausgetrocknete Nester stürzten ab.

»Die Zeit drängt: Wir müssen unbedingt etwas gegen den Rückgang unserer Schwalbenpopulation tun«, so Robert Clemen, Stiftungsdirektor der LaNU. »Eine extensive Weidetierhaltung und die Förderung artenreichen Grünlandes sind ein Schritt zu mehr kleinen Fluginsekten, die Nahrung der Schwalben sind. Auch die Wiederbelebung des traditionellen Misthaufens kann zu einem gut gedeckten Tisch für die Schwalben führen«, ergänzt Clemen.

Am 13. Juni werden im Zoo Dresden weitere sächsische Schwalbenschützer mit der begehrten Plakette ausgezeichnet. Umrahmt wird die Prämierung von einer kleinen Ausstellung mit einer Präsentation praktischer Nisthilfen. Kurze Fachbeiträge illustrieren die Situation der gebäudebewohnenden Schwalben in Sachsen. Als besonderes Highlight beleuchtet die Berliner Schauspielerin Fräulein Brehm interaktiv die Rauchschwalbe in einem Theaterstück.

Hintergrund

Wollen Sie mehr zum Schwalbenschutz wissen, schauen Sie hier: Schwalben: Warum die heimischen Vögel Schutz brauchen

Möchten Sie mehr über unsere Stiftung erfahren, dann schauen Sie bitte auf unsere Homepage www.lanu.de.

Kontakt Presse

Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt
Tomas Brückmann
Tomas.Brueckmann@lanu.sachsen.de
Tel. 0351 81416-757


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