Staatssekretär Ulrich Menke: »Wasser ist eine strategische Zukunftsfrage geworden«
30.06.2026, 13:19 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Länderübergreifender Wasserkongress tagt erstmals in Dresden
Staatssekretär Ulrich Menke eröffnet am Mittwoch (1. Juli) den 4. Länderübergreifenden IHK-Wasserkongress in Dresden. Dabei betont er die Bedeutung einer zukunftsfähigen Wasserwirtschaft:
Ulrich Menke: »Wasser ist natürliche Lebensgrundlage und zugleich eine unverzichtbare Ressource für gesellschaftliche Stabilität, für wirtschaftliche Entwicklung und für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Es ist wertvolles Gut, mit dem wir präziser, verantwortungsvoller und vorausschauender umgehen müssen. Wasser macht nicht an Verwaltungs- oder Landesgrenzen halt. Die Herausforderungen der Wasserbewirtschaftung betreffen ganze Regionen und verlangen nach abgestimmtem Handeln über Zuständigkeitsgrenzen hinweg.«
Der IHK-Wasserkongress will Perspektiven aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenbringen und konkrete Ansätze für eine nachhaltige, länderübergreifende Wassernutzung entwickeln. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung Sachsens, Brandenburgs, Berlins und des Bundes debattieren in Fachforen und auf Podiumsdiskussionen mit Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft, Industrie und Wasserverbänden.
»Unternehmensansiedlungen, industrielle Transformation, Innovation und Wachstum brauchen verlässliche Rahmenbedingungen. Eine dieser zentralen Rahmenbedingungen ist die Verfügbarkeit von Wasser. Die entscheidende Frage lautet: Ist eine langfristig sichere und bezahlbare Wasserversorgung gewährleistet? Wasser ist zu einer strategischen Zukunftsfrage geworden«, so Ulrich Menke.
Die Faktoren, die auf Wasserverfügbarkeit und Wasserbedarf einwirken, werden vielfältiger und komplexer. Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch in Sachsen und Brandenburg spürbar. Längere Trockenperioden, häufiger auftretende Niedrigwasserlagen und intensivere Starkregenereignisse verändern die hydrologischen Rahmenbedingungen. Der Freistaat Sachsen hat die strategische Bedeutung der Ressource Wasser erkannt. Mit der Klimaanpassungsstrategie und dem Konzept zum Niedrigwasserrisikomanagement werden die wasserwirtschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels systematisch und vorausschauend analysiert.
Veranstaltungen wie der IHK-Wasserkongress nehmen die Perspektiven unterschiedlicher Akteure wie Kommunen, Wasserverbände, Industrie und Behörden in den Blick und bringen den Strategieprozess mit wichtigen Impulsen voran.