Doppelhaushalt 2027/2028 der Sächsischen Staatskanzlei: Verwaltungsdigitalisierung, Medienvielfalt und Standortmarketing im Fokus

03.07.2026, 11:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Dresden (3. Juli 2026) – Das Sächsische Kabinett hat heute den Regierungsentwurf zum Doppelhaushalt 2027/2028 beschlossen. Für den Etat der Staatskanzlei sind insgesamt 347 Millionen Euro für 2027 und 342 Millionen Euro für 2028 eingeplant.

Staatskanzleichef Dr. Andreas Handschuh betonte: »Der Freistaat befindet sich auf Modernisierungskurs. Die beschlossenen Mittel sind dafür ein wichtiger Baustein. Wir investieren kraftvoll in eine leistungsfähige, digitale und bürgernahe Verwaltung. Gleichzeitig stärken wir die Sichtbarkeit Sachsens: als moderner Standort, als Kultur- und Medienland und als Freistaat mit starken Regionen und klarer europäischer Perspektive.«

Ein Großteil der Mittel der Staatskanzlei wird für die digitale Transformation eingesetzt. Ein Schwerpunkt bildet dabei der technische und strukturelle Neuaufbau des Sächsischen Verwaltungsnetzes. Dabei handelt es sich um ein besonders gesichertes Netz für die Verwaltungskommunikation. Für viele IT-Lösungen, darunter das Serviceportal Amt24, das Förderportal und das Beteiligungsportal, steht die technische Fortentwicklung im Mittelpunkt.

Die Kommunen erhalten zusätzlich zu den Mitteln aus dem Finanzausgleich Unterstützung bei der Digitalisierung ihrer Verwaltungsprozesse, insbesondere ihrer Dienstleistungen für Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger. Auch verwaltungsinterne Verfahren wie das Personalverwaltungssystem oder die Beihilfebearbeitung werden grundlegend und zukunftssicher modernisiert.

Weiterhin sind im Etat der Staatskanzlei Mittel für die Medienvielfalt vorgesehen. So sollen mit jährlich rund 1,5 Millionen Euro lokaljournalistische Angebote von regionalen und lokalen Medienanbietern unterstützt werden. Weiterhin stehen 1,4 Millionen Euro pro Jahr für die Förderung des Medienstandortes Sachsen zur Verfügung, unter anderem für die akademische und nichtakademische Fachkräfteausbildung.

Weitergeführt wird zudem die erfolgreiche Standortkampagne »So geht sächsisch.« Einen Schwerpunkt der Kampagne bildet in den Jahren 2027 und 2028 das landesweite Mitmach-Projekt »Zeig dein Sachsen!«. In Vorbereitung des Jubiläumsjahres »1100 Jahre Sachsen« im Jahr 2029 soll es Projekte mit Bezug zu Themen wie Geschichte, Tradition, Dialekt, Heimat und Identität unterstützen und sichtbar machen.

Seit 2025 verantwortet die Staatskanzlei wieder den Bereich Europa. Veranstaltungen und Förderungen in diesem Bereich werden fortgesetzt. Als besonderes Projekt sind Mittel für die Bewerbung sowie die mögliche Durchführung der Auftaktveranstaltung der Tour de France – Grand Départ – 2029 eingestellt. In Kooperation mit den Ländern Berlin, Sachsen-Anhalt und Thüringen soll ein Teil des wichtigsten Radrennens der Welt in Mitteldeutschland/Berlin stattfinden. Projekte im Bereich internationale, interregionale und grenzübergreifende Beziehungen, insbesondere zu Tschechien und Polen, werden ebenfalls fortgeführt.

Für die Förderung der Landeshauptstadt Dresden zur Ausrichtung der Bundesgartenschau 2033 sind pro Jahr 5 Millionen Euro veranschlagt.


Kontakt

Sächsische Staatskanzlei

Regierungssprecher Ralph Schreiber
Telefon: +49 351 564 10300
Telefax: +49 351 564 10309
E-Mail: presse@sk.sachsen.de
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