Baustart für Inklusionscampingplatz am Störmthaler See

09.09.2026, 12:35 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Bund und Freistaat Sachsen unterstützen mit 33,7 Millionen Euro aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen

Mit einem feierlichen Spatenstich ist heute (9. September 2026) im Beisein von Sachsens Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, Regina Kraushaar, und Sachsens Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Petra Köpping, der offizielle Baustart für den Inklusionscampingplatz am Störmthaler See erfolgt. Der neue Camping- und Freizeitstandort entsteht am Südufer des Störmthaler Sees auf dem Gebiet der Gemeinde Großpösna. Bund und Freistaat Sachsen unterstützen das Stadt-Umland-Projekt »Gemeinsam am See« mit Fördermitteln in Höhe von 33,7 Millionen Euro aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen und ergänzenden Landesmitteln.

Für Staatsministerin Regina Kraushaar wird Strukturwandel dort konkret, wo neue Perspektiven für die Menschen und die Region entstehen. Sie erklärte anlässlich des Spatenstichs: »Am Störmthaler See wird eine kluge und sehr weitsichtige Idee, die lange auf ihre Umsetzung warten musste, endlich Realität. In den nächsten zwei Jahren entsteht ein einzigartiger Ort für Erholung, Tourismus und Arbeit, denn der Inklusionscampingplatz mit dem schönen Projekttitel ‚Gemeinsam am See‘ wird die touristische Infrastruktur stärken, neue Impulse für regionale Wertschöpfung schaffen und Inklusion erlebbar machen. Die knapp 34 Millionen Euro aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen sind deshalb gut angelegt. Ich danke ganz besonders allen, die immer an das Projekt geglaubt und dafür gekämpft haben, dass Inklusion in unserer Gesellschaft wichtig und wertvoll ist.«

Staatsministerin Petra Köpping ergänzt: »Inklusion betrifft uns alle, egal ob mit oder ohne eine anerkannte Behinderung, ob jung oder alt. Und Camping ist ebenso für Jung und Alt in den letzten Jahren eine immer beliebtere Form der Freizeitgestaltung geworden. Der inklusive Campingplatz am Störmthaler See wird ein weithin sichtbares Zeichen, quasi ein Leuchtturm für Inklusion und kann damit einen wichtigen Beitrag für die weitere gesellschaftliche Sensibilisierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen leisten. Für dieses Engagement möchte ich den Verantwortlichen meinen großen Dank aussprechen.«

Der Inklusionscampingplatz ergänzt die bereits vorhandenen touristischen Angebote am Störmthaler See um ein barrierefreies Camping- und Freizeitangebot für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Geplant sind unter anderem Zeltplätze, barrierefreie Ferienhäuser, Stellplätze für Wohnmobile, gastronomische Angebote, ein Abenteuerspielplatz sowie ein Strandbereich. Ergänzt wird das Angebot durch tierpädagogische Flächen und Wohngruppen für Kinder- und Jugendliche in einer Einrichtung der Eingliederungshilfe.

Das Projekt ist ein wichtiger Baustein im Strukturwandel des Mitteldeutschen Reviers. Es stärkt die touristische Entwicklung des ehemaligen Tagebaustandorts, schafft neue Arbeitsmöglichkeiten – auch für Menschen mit Behinderungen – und soll zusätzliche regionale Wertschöpfung ermöglichen. Bauherr und Projektträger ist der Städtische Eigenbetrieb Behindertenhilfe der Stadt Leipzig (SEB). Die Gemeinde Großpösna ist eng in das Vorhaben eingebunden und übernimmt insbesondere Aufgaben bei der äußeren Erschließung.

Hintergrund

Auf einer Fläche von rund sieben Hektar entsteht ein ganzheitliches und barrierefreies Camping- und Freizeitangebot. Vorgesehen sind neben den Ferienhäusern und Standplätzen auch Spiel- und Erlebnisbereiche sowie ein Strandbereich mit gastronomischen Angeboten. Das gesamte Areal umfasst rund 42 Hektar. Die Bauarbeiten sollen nach derzeitiger Planung bis Ende 2028 dauern. Investiert werden rund 35,5 Millionen Euro.

Die Mittel kommen zu 95 Prozent von Bund und Freistaat. Über das Investitionsgesetz Kohleregionen werden in Sachsen Investitionen zur Bewältigung des Strukturwandels im Mitteldeutschen Revier sowie im Lausitzer Revier gefördert. Ziel ist es, die wirtschaftliche Entwicklung und die Lebensqualität in den Kohleregionen nachhaltig zu stärken. Das Projekt »Gemeinsam am See« wurde aus Mitteln der ersten Förderperiode (2020-2026) bewilligt. Diese Förderperiode ist mittlerweile vollständig mit Projekten untersetzt. Im sächsischen Teil des Mitteldeutschen Reviers befinden sich insgesamt 41 Projekte mit einer bewilligten Summe von 425,9 Millionen Euro (nur Bundesmittel) in der Umsetzung (Stand: 30. Juni 2026).


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung

Ansprechpartner Annegret Fischer
Telefon: +49 351 564 50021
E-Mail: medien@smil.sachsen.de
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