Hochwasserschutzkonzept der Elbe wird aktualisiert - Bürgerbeteiligung möglich
10.09.2026, 10:05 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen aktualisiert zurzeit das Hochwasserschutzkonzept für die Elbe aus dem Jahr 2004 zu einem sogenannten Hintergrunddokument für den Hochwasserrisikomanagement-plan der Elbe. In den nächsten sechs Wochen können sich Bürger aktiv daran beteiligen. Der Entwurf des Hintergrunddokumentes steht ab heute (Donnerstag, 10. September 2026) im Beteiligungsportal Sachsen über die nachfolgenden Links zur Einsichtnahme und Rückmeldung bis zum 22.10.2026 zur Verfügung.
Für die Stadt Dresden, den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und den Landkreis Meißen:
https://buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/lt/beteiligung/themen/1068048
Für die Kommunen im Landkreis Nordsachsen:
https://buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/lt/beteiligung/themen/1068392
Die Aktualisierung des Hochwasserschutzkonzeptes ist Teil der Umsetzung der Europäischen Hochwasserrisikomanagementrichtlinie und bildet die wasserwirtschaftliche Grundlage für den Umgang mit Hochwasserrisiken an dem untersuchten Gewässerabschnitt.
In die Bearbeitung fließen die Erfahrungen aus den Hochwassern nach 2002, die heutigen Warn- und Informationsmöglichkeiten sowie die aktuellen Hochwassergefahren- und -risikokarten ein. Die Wirkung der Hochwasserschutzmaßnahmen, die seit dem Hochwasser 2002 umgesetzt wurden, wird berücksichtigt. Geprüft wird zudem, welcher Handlungsbedarf zur Hochwasservorsorge besteht und wie der Hochwasserschutz weiter verbessert werden kann. Dabei werden nicht nur der bauliche Hochwasserschutz, sondern auch Themen wie die Gefahrenabwehr oder die Möglichkeiten zur Schaffung weiterer Retentionsräume (Rückhalteräume) untersucht.
Hintergrundinformation
Die Europäische Hochwasserrisikomanagementrichtlinie wurde 2010 in Deutschland in nationales Recht umgesetzt. Die Richtlinie gibt den Rahmen vor, wie innerhalb der EU mit dem Risiko durch Hochwasser umgegangen wird. So soll das Hochwasserrisiko durch Maßnahmen verringert werden, die zwischen Ober- und Unterliegern eines Flusses abgestimmt werden. Sie sollen einen angemessenen Schutz bieten und gleichzeitig möglichst wenig in die Natur eingreifen. Dafür werden Hochwasserrisikomanagementpläne erstellt. Außerdem werden Karten veröffentlicht, auf denen zu sehen ist, welche Flächen bei welchem statistischen Hochwasserereignis überschwemmt werden.
Die sächsischen Hochwasserschutzkonzepte wurden bereits nach dem Augusthochwasser 2002 erstellt und gelten damit bereits länger als die europäische Richtlinie. Sie werden in den nächsten Jahren sukzessive für alle Gewässer I. Ordnung und Grenzgewässer mit signifikantem Hochwasserrisiko in Sachsen überprüft und aktualisiert sowie als Hintergrunddokumente der Managementpläne für die Elbe bzw. Oder in das Hochwasserrisikomanagement eingebunden.