Ministerpräsident Kretschmer reist nach Rom und in den Vatikanstaat

21.09.2026, 10:31 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Reise mit dem Fokus auf Wissenschaft, Regionalpartnerschaft und den Beziehungen zwischen Staat und Kirche

Dresden (21. September 2026) - Ministerpräsident Michael Kretschmer besucht vom 22. bis 24. September 2026 gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Kabinetts sowie des Bistums Dresden-Meißen die italienische Hauptstadt Rom und den Vatikanstaat. Schwerpunkte der Reise sind die Stärkung der Partnerschaft mit der Region Latium und der Ausbau der Zusammenarbeit insbesondere im Wissenschaftsbereich. Geplant ist dabei auch ein Gespräch mit Anna Maria Bernini, Ministerin für Universitäten und Forschung Italiens.

Am 23. September nimmt Ministerpräsident Kretschmer im Rahmen der Delegationsreise gemeinsam mit Staatsministerin Barbara Klepsch, Staatsministerin Regina Kraushaar und Staatsministerin Constanze Geiert an einer Privataudienz bei Papst Leo XIV. teil. Während der Audienz überreicht der Ministerpräsident dem Papst einen original sächsischen Stollen. Das traditionelle Gebäck wurde eigens für den Besuch von der Konditorei Neubert im Erzgebirge gefertigt.

Anschließend übergibt der Ministerpräsident stellvertretend für den Vatikan einen Herrnhuter Stern an Kardinal Gambetti. Dieser wird ab dem 8. Dezember die Adventskrippe des Heiligen Stuhls auf dem Petersplatz schmücken.

Bei einem Rundgang über den Campo Santo Teutonico besichtigt die Delegation gemeinsam mit dem Rektor des Päpstlichen Instituts Campo Santo Teutonico, Prälat Dr. Peter Klasvogt, und dem Künstler Michael Triegel das Cranach-Triegel-Altarretabel aus dem Naumburger Dom.

Im weiteren Verlauf des Tages unterzeichnen Ministerpräsident Kretschmer und der Präsident der Region Latium, Francesco Rocca, am Mittag ein Memorandum of Understanding. Beide Regionen arbeiten insbesondere in den Bereichen Wirtschaft, Denkmalpflege, Justiz, Kunst, Kultur und Tourismus eng zusammen. Die Regionalpartnerschaft besteht seit mittlerweile zehn Jahren. Auf dem Programm steht zudem der Besuch der Päpstlichen Universität Gregoriana.

Am Nachmittag trifft Ministerpräsident Kretschmer die italienische Forschungsministerin Bernini. Dabei stehen mögliche Formen der Zusammenarbeit insbesondere im Hinblick auf die jeweiligen Bewerbungen um den Standort des Einstein-Teleskops sowie die Förderung bedeutender wissenschaftlicher Projekte im Fokus.

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Staatskirchenvertrags nimmt der Ministerpräsident am Abend an einem Gottesdienst sowie an einem anschließenden Empfang im Päpstlichen Institut Santa Maria dell’Anima teil. Der Vertrag wurde am 2. Juli 1996 vom damaligen Ministerpräsidenten Prof. Dr. Kurt Biedenkopf für den Freistaat Sachsen und von Erzbischof Dr. Giovanni Lajolo als Vertreter des Heiligen Stuhls unterzeichnet. Mit dem Staatskirchenvertrag gewährleistet der Freistaat Sachsen unter anderem die Freiheit des Bekenntnisses und der öffentlichen Ausübung des katholischen Glaubens und stellt die Religionsausübung unter gesetzlichen Schutz. Darüber hinaus regelt das Dokument die Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Heiligen Stuhl sowie Fragen des Bildungswesens.

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