Neuer Campus-Leuchtturm an der Hochschule Mittweida: Richtfest für Bibliotheksneubau

29.10.2026, 10:15 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Blick auf den Bibliotheksneubau der Hochschule Mittweida (© Michael Hesse/Hochschule Mittweida)

Das Foto zeigt im Hintergrund den nördlichen Teil des Campus mit dem Bibliotheksneubau und den Bestandsgebäuden Walter-Bruch-Bau (links vom Neubau), Grunert-de Jácome-Bau (dahinter) und dem Alfred-Udo-Holzt-Bau am rechten Bildrand.

Blick auf den Bibliotheksneubau der Hochschule Mittweida (© Michael Hesse/Hochschule Mittweida)

Das Foto zeigt im Hintergrund den nördlichen Teil des Campus mit dem Bibliotheksneubau und den Bestandsgebäuden Walter-Bruch-Bau (links vom Neubau), Grunert-de Jácome-Bau (dahinter) und dem Alfred-Udo-Holzt-Bau am rechten Bildrand.

Das Foto zeigt im Hintergrund den nördlichen Teil des Campus mit dem Bibliotheksneubau und den Bestandsgebäuden Walter-Bruch-Bau (links vom Neubau), Grunert-de Jácome-Bau (dahinter) und dem Alfred-Udo-Holzt-Bau am rechten Bildrand.
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Rohbau der neuen Bibliothek (© Antonia Scherf, Hochschule Mittweida)

Rohbau der neuen Bibliothek (© Antonia Scherf, Hochschule Mittweida)

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Visualisierung der fertigen Bibliothek und des Archives für die Hochschule Mittweida (© Code Unique Architekten)

Visualisierung der fertigen Bibliothek und des Archives für die Hochschule Mittweida (© Code Unique Architekten)

Bisherige Bibliothek und Hochschularchiv werden in einem markanten Gebäude zusammengeführt

An der Hochschule Mittweida gibt es Grund zum Feiern: Für den Neubau der Hochschulbibliothek und des Hochschularchivs wurde heute in Anwesenheit von Finanzstaatssekretär Sebastian Hecht, Wissenschaftsstaatsekretärin Prof. Dr. Heike Graßmann, dem Kanzler der Hochschule Mittweida, Ulrich Pietsch, und Heike Krenkel, Leiterin der Niederlassung Chemnitz des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement das Richtfest gefeiert. Mit dem markanten Gebäude erhält der Campus einen Ort, der die aktuellen und zukünftigen Anforderungen an Information, Lernen und Kommunikation bündelt.

Bis Ende 2028 entsteht ein modernes Bibliotheksgebäude zum Lernen, Arbeiten und Recherchieren – mit viel Raum für digitale Medien und flexible Nutzungsmöglichkeiten. Das Archiv, dessen bisherige Flächen nicht mehr ausreichen, findet hier eine bedarfsgerechte und klimagünstige Unterbringung. Der Neubau bildet die südliche Einfassung des Campusplatzes. Dadurch entsteht eine zentrale Veranstaltungsfläche, die durch die umliegende Bebauung klar begrenzt ist. Deren ober- und unterirdische Gestaltung sowie die Baumaßnahmen zur notwendigen Infrastruktur gehören ebenfalls zur Gesamtbaumaßnahme im Umfang von rund 29 Millionen Euro.

Finanzstaatssekretär Sebastian Hecht: »Mit dem neuen Bibliotheks- und Archivgebäude investiert der Freistaat Sachsen nachhaltig in die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der Hochschule Mittweida. Hier entsteht kein reiner Bücherstapelplatz. Das neue Gebäude bietet baulich und technisch die besten Voraussetzungen für exzellente Lern- und Studienbedingungen, innovative Lernwelten, unterschiedliche Kommunikationsformate und studentischen Austausch.«

Wissenschaftsstaatsekretärin Prof. Dr. Heike Graßmann: »Dieser Bibliotheksneubau hat ein echtes Alleinstellungsmerkmal in der Region. Hier entsteht ein Wissensportal nicht nur für Studierende, sondern für alle, die ihre Dienste in Anspruch nehmen möchten. Heutzutage ist eine moderne Hochschulbibliothek ein Kompetenzzentrum. Und im Zeitalter von KI und Fake News ein Schutzraum für verlässliches Wissen. Nicht zuletzt eröffnet sie einen sogenannten Open Space, einen flexiblen Ort des Austauschs, der Begegnung, der Kommunikation und des Lernens.«

Kanzler Ulrich Pietsch, Hochschule Mittweida: »Zukunft braucht Räume. Eine moderne Infrastruktur ist für die Zukunft der Hochschule Mittweida entscheidend. Die neue Bibliothek ist hierfür ein wichtiger Meilenstein. Sie wird ein moderner Ort des Lernens, der Begegnung und der Kreativität im Herzen des Campus sein. Schon heute sprechen wir liebevoll von unserem ‚Campuswohnzimmer‘.«

Innovative Raumkonzepte vom Sockel bis zum Dach

Das neue Gebäude wird seit Sommer 2025 unter der Projektleitung des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) errichtet. Vorausgegangen waren seit Ende 2023 Medienumverlegungen und der wegen des anstehenden Felsgesteins aufwendige Aushub der Baugrube. Der Neubau überzeugt durch eine kompakte und funktional innovative Grundrissgestaltung mit einer Nutzfläche von rund 3.300 Quadratmetern verteilt auf fünf Stockwerke sowie einer Technikzentrale auf dem Dach. Für den Rohbau wurden 3.200 Kubikmeter Beton und 400 Tonnen Stahl verarbeitet. Die Decke über dem dritten Obergeschoss ist als Spannstahlkonstruktion ausgeführt, die den auskragenden Gebäudeteil über dem Erdgeschoss trägt.

Das Haus wird für jeden Arbeitsbedarf den passenden Raum bieten: Vom größtenteils im Erdreich liegenden Sockelgeschoss (mit Archiv, Magazinen, Technik und flexiblen Gruppenräumen) über das Erdgeschoss als Multifunktionsfoyer mit Veranstaltungsmedien und kleiner Cafeteria bis hin zu den drei Obergeschossen mit dem großen Freihandbereich, umlaufenden lichtdurchfluteten Leseplätzen und -inseln, Loungeplätzen und ruhigen abschließbaren Arbeitsplätzen (Carrels).

Architektonischer Solitär als »Leuchtturm« im Stadtraum

Der Entwurf setzt auf einen markanten, eigenständigen Baukörper, der sich bewusst von der umliegenden Bestandsbebauung abhebt, diese aber architektonisch harmonisch abrundet. Durch seine Gesamthöhe von knapp 20 Metern fungiert der Bau als moderner »Leuchtturm« im Stadtraum.

Über die Hochschule Mittweida:
Die Hochschule Mittweida ist die größte der fünf Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Sachsen. Derzeit sind mehr als 6.300 Studierende in einem der 90 Studienangebote ihrer fünf Fakultäten eingeschrieben. Mit ihnen gestalten rund 600 Beschäftigte in Lehre, Forschung und Hochschulmanagement das Arbeiten und Leben auf dem Campus. Dieser befindet sich inmitten der 14.000 Einwohner zählenden Hochschulstadt in Mittelsachsen. Die Hochschule Mittweida versteht sich als grenzenloses Experimentierfeld der Möglichkeiten, auf dem Lehre, Forschung und Anwendung in Zukunftsthemen eng miteinander verbunden sind.


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