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29.07.2014, 12:29 Uhr

Leistungen der Schäfer honorieren!

Landwirtschaftsminister informiert über zusätzliche Unterstützung

Landwirtschaftsminister Frank Kupfer hat heute (29. Juli 2014) bei einem Betriebsbesuch in Pratzschwitz (Stadt Pirna, Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) über neue Hilfen für Sachsens Schäfer informiert. „Die Schäfer leisten wichtige Arbeit für die Gesellschaft, die vielen von uns nicht bewusst ist“, so Kupfer. „Insbesondere für die Pflege unserer Kulturlandschaft, aber auch von Hochwasserschutzdeichen sind ihre Leistungen unverzichtbar“. Nach Berechnungen des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) sind für die Pflege der in Sachsen vorhandenen Deiche, Brachflächen und Schutzgebiete rund 23 000 Schafe erforderlich.

„Noch liegt die Zahl der Schafe deutlich über dieser Marke, aber der Trend geht nach unten“, so Kupfer weiter. So habe sich die Zahl der in Sachsen gehaltenen Schafe in den letzten zehn Jahren nahezu halbiert. Hauptursachen sind steigende Kosten bei gleichzeitig stagnierenden Erlösen, hohe mit Mehrarbeit verbundene Tierschutzstandards, höherer Aufwand wegen der Rückkehr des Wolfs sowie die steigende Konkurrenz um landwirtschaftliche Flächen.

Sachsen wird den Schäfern deshalb mit einer Reihe von Maßnahmen helfen, die langfristig die Zahl der Schafe in Sachsen stabilisieren, die wirtschaftliche Situation verbessern und so auch die Suche nach Berufsnachwuchs unterstützen soll.

So können Schäfer künftig auf mehr Fläche als bisher Prämien für Agrarumweltmaßnahmen erhalten. Dabei steht das naturschutzfachlich gewünschte Ergebnis im Vordergrund vor der Einhaltung starrer Termine. Darüber hinaus sollen Schäfer bei der Förderung von Investitionen ab dem kommenden Jahr bevorzugt werden. Beim sogenannten Ranking erhalten Anträge von Schäfern Priorität, so ist gesichert, dass Investitionen von Schäfern in jedem Fall staatliche Unterstützung erhalten. Außerdem wird die Pflege von Hochwasserschutzdeichen künftig noch mehr als bisher auf Schafe ausgerichtet. Die Schäfer werden die entsprechenden Flächen so zur Bewirtschaftung erhalten, dass sie Ansprüche auf die Direktzahlungen der EU erhalten. Diese Ansprüche werden nicht auf das Entgelt angerechnet, das die Schäfer für die Pflege der Deiche erhalten. Schäfereien sollen auch mit der nötigen technischen Nachbearbeitung der Deiche beauftragt werden, wenn sie dazu in der Lage sind.

Mehrere Forschungsprojekte des LfULG werden die Deichpflege durch Schäfer sowie weitere Möglichkeiten untersuchen, mit denen die Betriebe langfristig ihre Einkommen verbessern können. Noch bessere Unterstützung ist schließlich für Schutzmaßnahmen gegen Wolfsangriffe vorgesehen. Vorbehaltlich einer Genehmigung durch die EU soll dazu das Antragsverfahren weiter vereinfacht werden. Die Fördersätze sollen von 60 auf 80 Prozent steigen.

„Dieses Hilfspaket haben wir mit dem Berufsverband besprochen. Sicher kann nicht jeder Schäfer von allen Maßnahmen profitieren, aber für jeden ist etwas dabei“, so Kupfer abschließend. „Ich bin deshalb sicher, dass die Tradition der Schäferei in Sachsen weiter Bestand haben wird.“

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