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03.07.2019, 11:11 Uhr

Forschungsförderung künftig klarer strukturiert und mit weniger bürokratischem Aufwand

Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Wir stärken gezielt und reagieren flexibel auf Forschungsbedarfe“

Die Forschungsförderung im Freistaat Sachsen wird in Zukunft transparenter, klarer strukturiert und mit weniger bürokratischem Aufwand organisiert werden. Dafür wurde die entsprechende Richtlinie vom Wissenschaftsministerium geändert. Unverändertes Ziel der Forschungsprojektförderung aus Landesmitteln bleibt die Stärkung des Forschungs- und Entwicklungsstandortes Sachsen. Die Förderung von Vorhaben nach dieser Richtlinie fokussiert sich künftig nicht nur auf den Ausbau von Kompetenz und Expertise, sondern setzt noch stärker auf wissenschaftliche Vernetzungsaktivitäten sowie die Anbahnung und Etablierung von Kooperationen mit Wirtschaft und Gesellschaft. Neu ist die Aufnahme der Evangelischen Hochschule Dresden (EHS) sowie der Berufsakademie Sachsen in den Kreis potentieller Fördermittelempfänger. Das Wissenschaftsministerium reagiert damit auf die Bedeutung dieser Einrichtungen innerhalb der sächsischen Hochschul- und Forschungslandschaft und stärkt deren Forschungsaktivitäten.

Als Gesamtsumme sind für dieses Förderprogramm 15 Millionen Euro jährlich im aktuellen Doppelhaushalt eingestellt. Förderschwerpunkte 2019/2020 sind die Profilierung und Erhöhung der Drittmittelfähigkeit der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, die Fortsetzung der Initiative Biotechnologie- und Lebenswissenschaften, die Profilierung und forschungsbasierte Begleitung der digitalen Transformation im Bereich „Smart Infrastructure“ und „Smart Systems – Internet of Things“ sowie interdisziplinäre Forschung im Bereich Digitalisierung. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Förderung von geistes- und sozialwissenschaftlichen Vorhaben.

„Die Landesforschungsmittel sind für uns ein wirkungsvolles Instrument, um Forschung auf wichtigen Gebieten und zu ganz bestimmten Themen voranzubringen. Wir können gezielt Forschungsstärken weiter ausbauen, die Einrichtungen in ihren forschungsstrategischen Bestrebungen unterstützen, auf aktuelle Bedarfe reagieren und insbesondere die Wettbewerbs- und Drittmittelfähigkeit weiter erhöhen“, erklärt Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange. Sie ergänzt: „Wichtig ist uns nicht nur der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn in Grundlagenforschung und angewandter Forschung. Wir legen auch viel Wert darauf, dass die Kontakte zu Wirtschaft und Gesellschaft genutzt und ausgebaut werden, damit die Forschungsergebnisse effektiv umgesetzt werden können. Dass diese Mittel so gut nachgefragt sind, zeigt uns, wie wirkungsvoll dieses Instrument der Forschungsförderung ist. Entsprechend verantwortungsvoll werden wir es weiterhin einsetzen.“ 90 Prozent der in 2019 zur Verfügung stehenden Mittel wurden bereits bewilligt, die Planungen für 2020 konkretisieren sich.

Diese Maßnahmen werden mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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