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Görlitz-Weinhübel: Lausitzer Neiße wird durchgängig - Flächenentsiegelung durch Abriss der ehemaligen Tuchfabrik

21.02.2020, 10:14 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

In Görlitz-Weinhübel wird ein weiterer Abschnitt der Lausitzer Neiße ökologisch aufgewertet und damit die Europäische Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt. Der Abschnitt befindet sich in gleich zwei wertvollen Schutzgebieten: dem Vogelschutzgebiet »Neißetal« und dem Landschafts-schutzgebiet »Görlitzer Neißeaue«. Hier soll der Fluss bald durchgängig sein für Fische und andere Wasserlebewesen. Dafür beginnen am Montag (24. Februar 2020) die vorbereitenden Arbeiten. Diese dauern bis Anfang April 2020 und kosten rund 70.000 Euro, finanziert durch den Freistaat Sachsen.

Zu den Vorbereitungen gehört auch der Abriss der alten Tuchfabrik. Dadurch verschwindet ein Abflusshindernis aus der Lausitzer Neiße. Die einsturzgefährdete Ruine befindet sich im Überschwemmungsgebiet und ist eine Gefahr bei Hochwasser. Die Fläche der Industriebrache wird nach dem Abriss entsiegelt und begrünt. Die nötigen Fällungen wurden in dieser Woche bereits durchgeführt.

Die eigentliche Maßnahme zur Herstellung der Durchgängigkeit soll im Sommer 2020 starten. Dabei wird das denkmalgeschützte Steinkastenwehr in Weinhübel saniert und erhält eine Fischaufstiegsanlage im Mühlgraben. Der Grundablass zwischen dem Wehr und der Insel wird ebenfalls instandgesetzt. Zudem werden die Ufermauern des Mühlgrabens denkmalgerecht saniert.

Die Maßnahme ist mit dem Landesamt für Denkmalpflege, Landesamt für Archäologie sowie den zuständigen Naturschutz-, Denkmalschutz- und Baubehörden des Landkreises Görlitz abgestimmt.

An der Seidenberger Straße in Görlitz kann es durch den Baustellenverkehr zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen kommen. Wir bitten um Verständnis!


Kontakt

Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen

Pressesprecherin Katrin Schöne

Telefon: +49 3501 796 378

Telefax: +49 3501 796 116

E-Mail: presse@ltv.sachsen.de

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