Projektbüro für Machbarkeitsstudie zu Einstein-Teleskop in der Lausitz

16.04.2026, 14:51 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Projekt-Team ET-Standortbewerbung Lausitz (© Christoph Soeder/TUD)

v.r.n.l.: Prof. Andreas Rietbrock (wissenschaftliche Co-Leitung), Dr. Katharina von Sturm (Projektkoordination), Johannes Wünsche (Kommunikation), Prof. Christian Stegmann (wissenschaftliche Co-Leitung), Sarah Stötzner (Leitung Kommunikation)

Projekt-Team ET-Standortbewerbung Lausitz (© Christoph Soeder/TUD)

v.r.n.l.: Prof. Andreas Rietbrock (wissenschaftliche Co-Leitung), Dr. Katharina von Sturm (Projektkoordination), Johannes Wünsche (Kommunikation), Prof. Christian Stegmann (wissenschaftliche Co-Leitung), Sarah Stötzner (Leitung Kommunikation)

v.r.n.l.: Prof. Andreas Rietbrock (wissenschaftliche Co-Leitung), Dr. Katharina von Sturm (Projektkoordination), Johannes Wünsche (Kommunikation), Prof. Christian Stegmann (wissenschaftliche Co-Leitung), Sarah Stötzner (Leitung Kommunikation)

Zwei Spitzenforscher leiten Team

Sachsen kommt im europäischen Wettbewerb um das Einstein-Teleskop deutlich voran. Für die mit Unterstützung von Bund und Land laufende umfassende Machbarkeitsstudie in der Lausitz wird ein eigenes Projektbüro eingerichtet. Astroteilchenphysiker Prof. Christian Stegmann und Geophysiker Prof. Andreas Rietbrock haben als Doppelspitze jetzt offiziell die wis-senschaftliche Leitung des im Aufbau befindlichen Teams, das bereits online präsent ist: www.einsteintelescope-lausitz.de

Prof. Stegmann und Prof. Rietbrock: »Die Lausitz bietet mit ihrem stabilen Untergrund und dem geringen seismischen Rauschen sehr gute Voraussetzungen für das Einstein-Teleskop, wie erste Messungen bestätigen. Zugleich steht die Region für Bergbaukompetenz und ihre wach-sende Stärke als Wissenschaftsregion. Mit einem starken Team verbinden wir das Projekt eng mit der Region und schaffen die Grundlagen für eine wissenschaftlich fundierte Standortent-scheidung.«

Gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) prüft das sächsische Konsortium den Standort mit hoher Intensität. Ziel ist es, die Eignung der Lausitz als geeigneten Standort für das Einstein-Teleskop zu belegen. Das Team profitiert dabei von den langjährigen Erfah-rungen aus dem Bergbau. Im Laufe des Jahres werden umfangreihe Daten zum Untergrund gesammelt und ausgewertet – denn für die hochsensible Forschungsinfrastruktur sind vor al-lem geolische und seismologische Voraussetzungen entscheidend. Und hier überzeugt die Lausitz: stabiles Granitgestein, dünne Besiedelung und sehr geringe Erdbebenaktivität bieten hervorragende Voraussetzungen für das Einstein-Teleskop.

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow: «Mit Prof. Stegmann und Prof. Rietbrock stehen zwei exzellente Wissenschaftler an der Spitze der sächsischen Standortbewerbung für das Einstein-Teleskop. Mit ihrer Expertise und ihrem Netzwerk vermögen beide nicht nur zu über-zeugen, sondern zu begeistern. Neben dem Nachweis der wissenschaftlich besten Rahmen-bedingungen geht es im Standortwettbewerb auch darum, dass sich die Menschen in Ostsach-sen damit identifizieren können. Für Wissenschaft und Wirtschaft in der Strukturwandelregion Lausitz ist das eine einmalige Chance.«

Maßstab für Sachsen ist die wissenschaftliche Exzellenz des Projekts: das Einstein-Teleskop soll den bestgeeigneten Standort in Europa bekommen. Neben den geologischen und seismo-logischen Voraussetzungen zählen dafür auch die Stärken der Forschungslandschaft. Mit der TU Dresden, dem Deutschen Zentrum für Astrophysik (DZA), der Bergakademie Freiberg (TU-BAF) und hoher technologischer Kompetenz verfügt der potenzielle Standort über herausra-gende Expertise in zahlreichen Schlüsselbereichen des Projekts.

TU Dresden-Rektorin Ursula M. Staudinger: »Die Einrichtung des Projektbüros und die damit verbundene Machbarkeitsstudie sind ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg, die hervorra-gende Eignung der Lausitz als Standort für das Einstein-Teleskop zu stärken und wissen-schaftlich fundiert zu belegen. Dieses einzigartige Vorhaben steht für eine neue Dimension der Gravitationswellen- und Astroteilchenphysik, die die internationale Spitzenforschung über Jahrzehnte prägen wird. Die TU Dresden als Exzellenzuniversität bringt ihre Stärken in den Bereichen Hochleistungsrechnen, KI-gestützter Datenanalyse, Optoelektronik und Präzisions-messtechnik ein, um den Standortaufbau voranzutreiben und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche europäische Bewerbung zu schaffen.«

Um die europäische Dimension des Projektes zu stärken, hat Sachsen bereits eine Kooperati-on mit Sardinien geschlossen. Beide Standorte wollen eng zusammenarbeiten und ihre Stär-ken bündeln – insbesondere für den Fall, dass das Einstein-Teleskop als zwei L-förmige Tunnel an zwei unterschiedlichen Standorten in Europa gebaut wird. Ziel Sachsens ist es, Spitzenforschung und Spitzentechnologie in die Mitte Europas zu holen und dabei ganz besonders auch die Wissenschaft in den Nachbarländern Polen und Tschechien aktiv einzubinden.


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