Eine ungeahnte Metamorphose: Vom Getreidedieb zum öffentlichen Sympathieträger

19.05.2026, 20:48 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Feldhamsterauswilderung (© Archiv LaNU)

Umweltminister Georg Ludwig von Breitenbuch mit Zoochef bei der Auswilderung

Feldhamsterauswilderung (© Archiv LaNU)

Umweltminister Georg Ludwig von Breitenbuch mit Zoochef bei der Auswilderung

Umweltminister Georg Ludwig von Breitenbuch mit Zoochef bei der Auswilderung
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Feldhamsterauswilderung (© Archiv LaNU)

Auswilderungskiste mit Feldhamster

Feldhamsterauswilderung (© Archiv LaNU)

Auswilderungskiste mit Feldhamster

Auswilderungskiste mit Feldhamster

Arbeitskreis kooperativer Feldhamsterschutz will mit EU-Geldern dem sympathischen Nager ein neues zu Hause geben

Die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) beteiligte sich diesen Montag an der Auswilderung der ersten von rund 200 Feldhamstern bei Wiedemar (Landkreis Nordsachsen). Die Aktion fand im Rahmen des EU-Projekts »LIFE4HamsterSaxony« statt. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, eine vom Aussterben bedrohte Tierart in Sachsen wieder heimisch werden lassen. Mit tatkräftiger Unterstützung des Zoos Leipzig und lokaler Landwirte werden neue hamsterfreundliche Anbaumethoden erprobt. So sollen Lebensräume für die Art zukünftig trotz klimabedingter Trockenheit gesichert werden. Ohne dieses Vorhaben wäre der Feldhamster in Sachsen in Kürze ausgestorben.
Die LaNU unterstützt als Mitglied des Arbeitskreises kooperativer Feldhamsterschutz im Freistaat Sachsen dieses spannende Projekt. Sie sammelt Spendengelder mit denen beteiligte Landwirte finanziell unterstützt werden.
»Von einem Großteil der Landwirte wird das Wiederansiedlungsvorhaben für die neue Sympathieart mitgetragen«, sagt Robert Clemen, Direktor der LaNU. »Es ist großartig, wie viele Akteure hier zusammenkommen: Landkreis, Naturschutzbund, der Zoo Leipzig, der Freistaat, die Menschen vor Ort und viele weitere arbeiten Hand in Hand«, meint Clemen.

Hintergrundinfo

Das auf sechs Jahre konzipierte Vorhaben »LIFE4HamsterSaxony« ist nur aufgrund der engen Zusammenarbeit vieler Partner möglich. Das Landesamt für Umwelt, Geologie und Landwirtschaft (LfULG) wirkt als Leadpartner. Somit obliegt ihm die Projektleitung. Ebenso trägt das Amt die die Verantwortung für die Vorhabenabwicklung sowie für die Umsetzung der naturschutzfachlichen und landwirtschaftlichen Aufgabenpakete. Der Zoo Leipzig übernimmt die Zucht und Auswilderung von Feldhamstern. Das Landratsamt Nordsachsen letztendlich, koordiniert als zuständige untere Naturschutzbehörde, administrative Aufgaben.
Die LaNU unterstützt die beteiligten Landwirte, die bereit sind, für dieses Projekt Flächen zur Verfügung zu stellen, finanziell mit Entschädigungszahlungen. Die Mittel stammen aus Spenden für den Naturschutz. Bisher lief das Spendenaufkommen für die Feldhamsterwiederansiedlung sehr gut. Es und bleibt daher auch die Aufgabe für die kommenden Jahre. Dem Projekt vorausgegangen waren die Aktivitäten des Arbeitskreises kooperativer Feldhamsterschutz im Freistaat Sachsen. Dabei wurden im Jahr 2024 und 2025 bislang 250 Feldhamster ausgewildert.

Möchten Sie mehr über unsere Stiftung erfahren, dann schauen Sie bitte auf unsere Homepage www.lanu.de.


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