Richtfest für das zentrale Bohrkern- und Probenarchiv in Freiberg
04.06.2026, 10:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Unter Leitung der Niederlassung Chemnitz des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) entsteht in Freiberg ein zentrales Bohrkern- und Probenarchiv. Es dient der fachgerechten Lagerung der sächsischen Bohrkernbestände und geologischen Befunde und wird vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) in Kooperation mit der TU Bergakademie Freiberg (TUBAF) betrieben. Mit dem heutigen Richtfest wurde ein bedeutender Meilenstein erreicht. Die Arbeiten schreiten weiter voran und die Rohbauarbeiten werden demnächst abgeschlossen.
Mit dem Beginn der Frostfreiheit 2026 wurden die Rohbauarbeiten planmäßig fortgesetzt. Aktuell werden bereits Dachdeckungsarbeiten sowie vorbereitende Maßnahmen zu Fenster- und Fassadenarbeiten parallel zur Fertigstellung des Rohbaus begonnen. Die Schließung der Fassade ist für den Herbst 2026 vorgesehen. Die Übergabe an den Nutzer ist für das Jahr 2027 geplant. Die genehmigten Gesamtbaukosten für diese umfangreiche Maßnahme liegen bei 22,5 Mio. Euro. Die Baumaßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.
Der moderne Neubau sichert zukünftig die Unterbringung der ca. 150 Kilometer Kernmaterial auf ca. 3.000 Paletten und über 12.000 Kleinladungsträgern mit Gesteinsproben. Das Archiv entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Jägerkaserne und heutigem Behördenstandort Lessingstraße 45 in Freiberg.
Um die gewaltige Menge an Groß- und Kleinladungsträgern optimal unterzubringen, wurde ein rechteckiger Neubau konzipiert, welcher in drei Gebäudeabschnitten verschiedene Nutzungen und Funktionen des Bohrkern- und Probenarchivs beherbergt. Es entstehen große Verschiebemagazine zur Einlagerung und Archivierung aktueller und zukünftiger Bohrkernbestände und Gesteinsproben, Laborflächen sowie Bereiche zu Forschungs- und Lehrzwecken, welche die Arbeitsweise und Bedeutung der Gesteinsanalytik beschreiben und fortführen. Im Zuge des Neubaus werden auch die Außenanlagen auf der Ostseite des ehemaligen Kasernenhofs komplett neugestaltet. Zudem werden spezielle Bereiche für die Anlieferung der Proben per LKW eingerichtet.