Mehr Nachhaltigkeit in der Automobilindustrie

14.09.2023, 14:02 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Norwegisches Unternehmen investiert in Standort Rackwitz

In Rackwitz (Landkreis Nordsachsen) hat die Hydro Aluminium Gießerei Rackwitz GmbH heute eine neue Fertigungslinie in Betrieb genommen. Das Unternehmen, das zur norwegischen Norsk Hydro ASA gehört, gießt dort Aluminiumbolzen, die Ausgangsmaterial für die Produktion von Fahrzeugteilen bei Zulieferern der Automobilindustrie sind.

Die neue Anlage ist in einer Bauzeit von nur 14 Monaten entstanden. Sie soll eine Steigerung der Jahresproduktion des Unternehmens in Rackwitz von heute 95 000 auf 120 000 Tonnen ermöglichen.

»Ich freue mich nicht nur, weil hier in der mitteldeutschen Braunkohleregion neue, zusätzliche und moderne Arbeitsplätze entstehen«, so Staatsminister Thomas Schmidt. »Das Unternehmen beweist mit der Investition, wie nachhaltig auch die Automobilindustrie arbeiten kann. Aluminiumteile sind leichter als Stahl. Das senkt das Gewicht der Fahrzeuge und spart so Kraftstoff oder Strom«.

»Darüber hinaus wird in der neuen Anlage künftig ein deutlich größerer Anteil an ausgedienten Aluminiumteilen recycelt, zum Beispiel alte Aluminiumfelgen, die nicht mehr weitergenutzt werden können, oder Aluminiumkomponenten aus dem Bauwesen und Maschinenbau«, so der Minister weiter. »Das stärkt die Kreislaufwirtschaft und spart neben Rohstoffressourcen enorme Mengen an Energie, da die Herstellung von recyceltem Aluminium nur fünf Prozent des Energieeinsatzes von Primäraluminium erfordert. Und schließlich sparen die innovativen Aluminiumbolzen aus Rackwitz künftig auch Energie bei der Weiterverarbeitung, da sie ohne weitere Prozessschritte direkt zu Autoteilen geschmiedet werden können«.

Mit der neuen Gießanlage will Norsk Hydro ASA seinem Ziel näherkommen, den Einsatz von Aluminiumschrotten bis 2025 zu verdoppeln und seine Position als Lieferant von Aluminium mit einem niedrigen CO2-Fußabdruck für die europäische Automobilindustrie zu verbessern. Gleichzeitig reagiert die Firma damit auf die wachsenden Nachhaltigkeitsforderungen der Automobilindustrie. In die neue Anlage hat das Unternehmen rund 40 Millionen Euro investiert.

»Deutschland ist ein wichtiger Markt für Hydro. Unser Werk in Rackwitz ist ideal gelegen, um die Automobilindustrie der Region mit recyceltem und emissionsarm erzeugtem Aluminium zu versorgen. Gemeinsam mit unseren Kunden wollen wir auf diese Weise einen Beitrag zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft und zum grünen Wandel in Deutschland leisten«, so Eivind Kallevik, Executive Vice President von Hydro Aluminium Metal.

Hintergrund:
Staatsminister Thomas Schmidt ist Mitglied des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR), arbeitet dort in den Fachkommissionen für Wirtschaftspolitik (ECON) und Energie, Klima und Umwelt (ENVE) und ist Vorsitzender der Automotive Intergroup (CoRAI). Darüber hinaus hat der Minister den Vorsitz der Automotive Regions Alliance (ARA) inne - der Allianz der Automobilregionen des AdR, die im November 2022 gegründet würde und sich für einen gerechten und nachhaltigen Übergang in der europäischen Automobil- und Zulieferindustrie einsetzt.

Hinweis für Journalisten:
Für Medienanfragen wenden Sie sich bitte an Jens Christian Boysen unter jens.christian.boysen@hydro.com oder +47 94982099.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Regionalentwicklung

Ansprechpartner Pascal Ziehm
Telefon: +49 351 564 50024
E-Mail: medien@smr.sachsen.de
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