Maritime Signatur am Scheibe-See
22.01.2026, 14:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Hoyerswerdaer Haussee erhält Mole, Bootsanleger und Slipanlage
Die Landesdirektion Sachsen (LDS) hat am Westufer des Scheibe-Sees bei Hoyerswerda den Plan zum Bau einer Mole mit zwei Schwimmstegen und einer Slipanlage genehmigt. Die Anlagen gehören zur Erschließung des Westufers des Scheibe-Sees für die Naherholung durch die Stadt Hoyerswerda.
»Hoyerswerda kann nun an seinem Haussee die maritime Infrastruktur verwirklichen. Nur wenige Städte haben das Glück, ein solches Gewässer vor der Tür zu haben. Ich freue mich, dass die Stadt diesem Rohdiamanten die angemessene Fassung gibt. Der Wohn- und Wirtschaftsstandort Hoyerswerda wird damit weiter gestärkt.« so LDS-Präsident Béla Bélafi.
Genehmigt ist der Bau einer 90 Meter langen, in den See hineinragenden, begehbaren Mole. Die Breite wird zwischen 25 und 11,50 Metern betragen. Das Bauwerk verjüngt sich in Richtung See. Südlich der Mole werden zwei Schwimmstege mit einer Länge von jeweils 26 und einer Breite von 2,50 Meter angeordnet. Beide bieten jeweils 16 Bootsliegeplätze. Südlich von Mole und Schwimmstegen ist eine schiefe Ebene mit Slipanlage vorgesehen. Dort können Boote per Bootsanhänger in den See ein- und ausgesetzt werden. Die Mole bildet eine Bucht, die den Bootsverkehr und seine Anlagen klar vom nördlich gelegenen Strand- und Badebereich trennt.
Die Lage der genehmigten Bauwerke am bzw. im Gewässer erforderte eine wasserrechtliche Plangenehmigung durch die LDS. Weitere Vorhaben der Erschließung des Westufers, unter anderem eine 30 Meter hohe Landmarke, ein terrassenförmiger Strandbereich, eine Uferpromenade sowie die Straßenanbindung, sind Gegenstand separater Genehmigungsverfahren.
Bereits im Oktober 2025 hat die LDS vorbereitende Arbeiten genehmigt. Dazu zählen die Errichtung einer Baustraße und einer Baueinrichtungsfläche sowie das Roden von Stubben im gesamten Baufeld.