Sind unsere sächsischen Wälder auf den Klimawandel vorbereitet?
16.09.2026, 19:44 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
2. Wechselburger Parkgespräch am 9. Oktober richtet sich an private Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer
Trockenheit und hohe Temperaturen setzen Sachsens Wäldern zu. Welche Baumarten können unter diesen Bedingungen bestehen? Und wie können private Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer ihre Wälder auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten? Diesen Fragen widmet sich das 2. Wechselburger Parkgespräch am 9. Oktober 2026 im Benediktinerkloster Wechselburg im Landkreis Mittelsachsen. Veranstalter ist die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU).
Unter dem Motto »Was sind die richtigen Baumarten für unsere Wälder im Klimawandel« stellen Fachleute des Staatsbetriebs Sachsenforst und der Technischen Universität Dresden aktuelle Erkenntnisse zur Entwicklung der Wälder und zur Baumartenwahl vor. Ein Höhepunkt des Programms ist der Vortrag von Prof. Hans-Dieter Knapp, ehemaliger Leiter der Internationalen Naturschutzakademie des Bundesamtes für Naturschutz. Er geht insbesondere darauf ein, wie die natürliche Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft der Wälder im Klimawandel erhalten und gestärkt werden kann. Die Fachveranstaltung richtet sich an private Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer.
Waldumbau als zentrale Herausforderung
Rund 521.000 Hektar und damit 28,3 Prozent der Landesfläche Sachsens sind bewaldet. Davon befinden sich 45 Prozent in privatem Eigentum und 39,4 Prozent im Eigentum des Landes. Private Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer spielen deshalb eine wichtige Rolle beim Waldumbau.
Sachsens Wälder sind stark von Nadelbäumen geprägt: Fichten machen rund 35 Prozent, Kiefern rund 31 Prozent des Baumbestands aus. Vor allem in gleichförmigen Reinbeständen sind diese Baumarten durch anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen gefährdet. Die trockenen Jahre seit 2020 haben in den sächsischen Wäldern erhebliche Schäden verursacht. Auch Laubbäume wie die Rotbuche leiden unter Trockenstress.
Hintergrund: Kleine Waldflächen prägen den Privatwald
Mehr als 91 Prozent der privaten Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer in Sachsen besitzen Waldflächen von höchstens fünf Hektar. Die Bewirtschaftung solcher kleinen Flächen ist häufig organisatorisch und wirtschaftlich anspruchsvoll. Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse können helfen, die Bewirtschaftung gemeinsam zu organisieren und Kosten zu senken.
Zudem sind 43 Prozent der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer älter als 60 Jahre. Damit sind auch die langfristige Betreuung und die Übergabe der Waldflächen wichtige Zukunftsfragen.
2. Wechselburger Parkgespräch »Was sind die richtigen Baumarten für unsere Wälder im Klimawandel«
Ort Kloster Wechselburg, Begegnungszentrum, Markt 10,
09306 Wechselburg
Tag 9. Oktober 2026
Uhrzeit 11–18 Uhr
Anmeldung www.lanu.de/vz7